Die Donau und Wien

Tourbeschreibung

Im Grenzland zu Niederösterreich pendeln wir auf dieser Tour sozusagen von Highlight zu Highlight. Und das auf Landstraßen abseits jeglichen Verkehrs. Wer dann Österreichs Hauptstadt mit dem Motorrad erkunden möchte, sollte diese tagesfüllende und abwechslungsreiche Runde vielleicht lieber zweiteilen.

Infos zur Tour

Neusiedl am See

Inmitten von Weingärten und mit direktem Seezugang liegt das Städtchen Neusiedl am Nordufer des Neusiedler Sees. Der Ort gehörte mitsamt dem Burgenland bis 1921 zu Ungarn. Nach dem Ende des Ersten Weltkriegs wurde die gesamte Region Österreich zugesprochen und dem neu gegründeten Bundesland Burgenland einverleibt. Sehenswert sind unter anderem die Stadtpfarrkirche mit gotischer Fischerkanzel aus dem 18. Jahrhundert, die Dreifaltigkeitssäule von 1714 sowie die am Taborberg gelegene Burgruine aus dem 16. Jahrhundert. Die Hauptattraktion im Sommer ist das herrliche Strandbad mit vielen Möglichkeiten zum Schwimmen, Surfen und Segeln. Aber auch für Radtouren ist Neusiedl ein beliebter Ausgangspunkt.

Neusiedler See

Er ist einer der letzten echten Steppenseen Europas und zudem der größte See Österreichs. Seine 320 qkm Fläche teilen sich Österreich (250 qkm) und Ungarn. Breite Schilfgürtel, eine geringe Wassertiefe von maximal 1,8 Metern sowie ein sehr mildes Klima prägen dieses naturgeschützte Gewässer, das seit 2001 zum UNESCO-Welterbe gehört. Bis zu 30° C kann sich der See im Hochsommer erhitzen und damit zu einem der beliebtesten Badegewässer Österreichs werden.

Donau

Sie ist nach der Wolga der längste Strom Europas mit immerhin 2.888 Kilometern Länge. Die Donau entspringt im Schwarzwald und mündet in das Schwarze Meer, dabei durchfließt sie 6 Staaten (Deutschland, Österreich, Slowakei, Ungarn, Serbien, Rumänien) und ist für weitere vier Staaten (Kroatien, Bulgarien, Moldawien, Ukraine) der Grenzfluss. Doch kaum ein Land wird so eng mit der Donau in Verbindung gebracht wie Österreich, sei es nun mit Donauwalzer, „Donaumonarchie“ oder gar den köstlichen Donauwellen.

Schloss Petronell

Die mittelalterliche Wasserburg (nicht gesichert) aus dem 11. Jahrhundert wurde um 1667 zu einer vierflügeligen barocken Schlossanlage für die Familie Abensperg-Traun ausgebaut. Bereits 1683 wurde das Schloss von den Türken in Brand gesteckt, aber ab 1690 wiederaufgebaut. 17 Generationen war das Schloss in Familienbesitz, 2006 wurde es an einen privaten Investor verkauft. Es bildete die sehenswerte Kulisse für Filme wie „Katharina die Große“ und „Die Drei Musketiere“.
Bild: Wikipedia

Wien

Macht es Sinn, Österreichs legendäre und zweifelsohne erlebenswerte Hauptstadt mit dem Motorrad zu besuchen? Unser Tipp: Gönnen Sie sich – und vielleicht der besten Sozia – einen separaten Wien-Tripp, ein auf 3 oder 4 Tage verlängertes Wochenende, setzen Sie sich daheim in den Flieger und lassen Sie sich höchst bequem für eine Schnäppchen-Wochenendpauschale in diese Weltstadt mit ihrem unvergleichlichen Charme, ja einzigartigen „Schmäh“ transportieren. Erkunden Sie die schönsten Flecken der Stadt zu Fuß oder mit dem Fiaker, gönnen Sie sich so viele Kaffeehausbesuche, wie Ihr Magen verträgt, und lernen Sie diese pulsierende Metropole gepäck- und mopedbefreit aus der Perspektive des Fußgängers kennen. Intensiver und einfacher geht es mit dem Motorrad keinesfalls.

Eisenstadt

„Klein, aber fein!“ lautet der Wahlspruch einer der kleinsten Landeshauptstädte Österreichs. Dominiert wird der Anblick der ehemaligen Residenzstadt der Fürstenfamilie Esterházy natürlich vom gleichnamigen Schloss, in deren historischen Mauern man sich unwillkürlich in eine längst vergangene, ja oftmals mysteriöse Zeit zurückversetzt fühlt. So soll die 1682 verstorbene Gattin des Fürsten Paul I. Esterházy – nach ihrem Tode wie damals üblich stehend aufgebahrt – nicht etwa ganz natürlich verwest sein, sondern bis heute unerklärlich, weil ohne menschliches Zutun mumifiziert worden sein. Nachdem diese Merkwürdigkeit im Laufe der Jahrhunderte die Basis für eine landesweite Wallfahrt zu werden drohte, sah man sich Anfang des 20. Jahrhunderts gezwungen, die ausgestellte Mumie in einer Gruft zu verschließen.
Bild: Heinz E. Studt

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