Monte Tamaro mit dem Rad: Wo das Tessin den Himmel berührt
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Monte Tamaro mit dem Rad: Wo das Tessin den Himmel berührt

Ein Berg zwischen mediterraner Leichtigkeit und alpiner Wildnis – und mittendrin dein Rad. Bereit für den Höhenrausch über dem Tessin?

Radfahren am Monte Tamaro

Über dem Städtchen Rivera, dort wo das südliche Tessin in einer einzigen großen Geste vom Talboden in Richtung Alpenkamm aufsteigt, thront der Monte Tamaro wie ein natürlicher Aussichtsbalkon über der Magadinoebene. Wer hier mit dem Rad unterwegs ist, spürt schnell, dass dieser Berg zwei Seelen in sich trägt: eine sanfte, mediterrane am Fuß, wo Kastanienwälder und Weinreben die Hänge polstern, und eine wilde, alpine oben, wo der Wind über die Grate pfeift und der Blick bis zum Monte Rosa reicht.

Der Monte Tamaro ist längst kein Geheimtipp mehr für alle, die das Fahrrad lieben – und trotzdem hat er sich seinen unverwechselbaren Charakter bewahrt. Die Gondelbahn von Rivera hinauf nach Alpe Foppa hebt dich und dein Mountainbike auf über 1.500 Meter, von wo aus ein Netz aus Trails, Schotterpisten und schmalen Bergpfaden das Massiv durchzieht. Rennradfahrer wiederum finden im Umland kurvenreiche Passstraßen, während Genussradler entlang des Ceneri-Gebiets und der Seen von Lugano und Locarno die südliche Leichtigkeit genießen.

Was diesen Fleck Erde so besonders macht, ist die Mischung aus Höhenrausch und Dolce Vita. Morgens noch ein Espresso in der Sonne, mittags ein Grat mit Blick über zwei Seen, abends Polenta und ein Glas Merlot del Ticino – der Monte Tamaro serviert dir alles auf einem Teller. Dazu kommt eine der schönsten Architekturikonen der Alpen: die Bergkapelle Santa Maria degli Angeli von Mario Botta, die wie ein steinernes Ausrufezeichen über dem Tal schwebt.

Egal ob du die Abfahrten liebst, das Schwitzen bergauf suchst oder einfach die Aussicht aufsaugen willst – hier findest du deinen Rhythmus. Der Berg fragt nicht, wie schnell du bist. Er fragt nur, ob du bereit bist, dich von ihm überraschen zu lassen.

Topografie & Landschaft

Alpiner Aussichtsberg über Seenlandschaft

Höhenlage

Alpe Foppa 1.530 m, Gipfel 1.962 m

Geländecharakter

Grattrails, Schotter, Waldwege

Infrastruktur

Gondelbahn, Bergrestaurant, Verleih

Beste Reisezeit

Mai bis Oktober

Navigation

Was den Monte Tamaro so besonders macht

Die Kapelle über den Wolken

Kaum ein Bauwerk der Alpen wird so oft fotografiert wie die Cappella Santa Maria degli Angeli auf der Alpe Foppa. Der Tessiner Stararchitekt Mario Botta hat hier 1996 eine Kapelle geschaffen, die aus Porphyrstein wächst und mit ihrer geschwungenen Zugangsbrücke wie ein Steg ins Nichts wirkt. Wer nach der Bergfahrt aus der Gondel steigt, sollte sich unbedingt ein paar Minuten Zeit nehmen, um über diese Brücke zu wandeln – der Blick öffnet sich dabei theatralisch auf die Magadinoebene und den Lago Maggiore.

Im Inneren erwarten dich Fresken des Künstlers Enzo Cucchi, während draußen die Bergwelt das eigentliche Kunstwerk bleibt. Für viele Radler ist dieser Ort der emotionale Startpunkt ihrer Tour: erst die Andacht der Architektur, dann das Adrenalin des Trails.

Kastanien, Merlot und Tessiner Küche

Das Tessin ist die südlichste Ecke der Schweiz, und das schmeckt man. Rund um den Monte Tamaro laden urige Grotti zum Verweilen ein – rustikale Steinhäuser, in denen Polenta, Luganighe-Wurst, Formaggio d'Alpe und natürlich der lokale Merlot serviert werden. Nach einer schweißtreibenden Tour gibt es kaum etwas Besseres als einen kühlen Schluck im Schatten alter Kastanienbäume.

Apropos Kastanien: Die Wälder am Fuß des Berges sind ein Paradies für Genießer. Im Herbst verwandelt sich die Region in ein Fest der Castagne, wenn überall geröstete Maroni duften. Wusstest du schon? Die Kastanie war über Jahrhunderte das Grundnahrungsmittel der Tessiner Bergbevölkerung – man nannte sie liebevoll das "Brot der Armen".

Zwischen zwei Seen

Der Monte Tamaro liegt strategisch günstig zwischen dem Lago di Lugano und dem Lago Maggiore. Von den Graten aus siehst du an klaren Tagen beide Seen glitzern, während sich im Norden die schneebedeckten Gipfel der Zentralalpen auftürmen. Diese Doppelperspektive macht den Berg zu einem der spektakulärsten Aussichtspunkte im Sopraceneri.

Ein Geheimtipp für alle, die etwas mehr Zeit mitbringen: Kombiniere deine Radtour mit einem Sprung in einen der beiden Seen. Nach dem Bergerlebnis fühlt sich das kühle Wasser an wie eine Belohnung, die man sich redlich verdient hat. Und wer abends noch Energie hat, findet in Lugano oder Locarno mediterranes Flair mit Palmen, Piazze und Gelaterie.

Alpe Foppa als Erlebniszentrum

Der Bergbahn-Ankunftspunkt Alpe Foppa ist mehr als nur eine Station. Hier gibt es einen der längsten Rodelbahnen der Region, einen Kletterpark, Wanderwege und – für Familien besonders reizvoll – die Sommerrodelbahn. Für Radler dient die Alpe als perfekter Basislager-Punkt: Restaurant, Sonnenterrasse und der Zugang zu den Trails liegen direkt beieinander.

Wusstest du schon? Von der Alpe Foppa startet auch ein beliebter Höhenweg zum benachbarten Monte Lema, der als eine der schönsten Gratwanderungen des Tessins gilt – und ambitionierte Biker fahren ihn teilweise ebenfalls.

Radfahren am Monte Tamaro: Berg, Panorama, Adrenalin

Der Berg für Höhenmeter-Junkies und Genießer

Der Monte Tamaro ist ein Radrevier mit zwei Gesichtern, und das macht ihn so vielseitig. Die Gondelbahn ab Rivera nimmt dir und deinem Mountainbike die anstrengendsten 1.000 Höhenmeter ab – oben angekommen, kannst du dich voll und ganz auf das Fahrvergnügen konzentrieren. Wer lieber selbst hochtritt, findet auf den Forststraßen ordentlich Futter für die Waden. Diese Wahlfreiheit spricht sowohl Downhill-Fans als auch Kraftpakete an.

Für Rennradfahrer ist weniger der Gipfel selbst als vielmehr das Umland spannend: die Passstraße über den Monte Ceneri, die Uferstraßen der Seen und die welligen Hügel des Malcantone bieten kurvige, aussichtsreiche Kilometer mit südlichem Flair.

Trails mit Panoramagarantie

Was die Trails am Monte Tamaro auszeichnet, ist die schier unglaubliche Aussicht. Während du über schmale Grate rollst, breitet sich die Magadinoebene wie eine Landkarte unter dir aus. An klaren Tagen reicht der Blick über den Lago Maggiore bis tief nach Italien hinein. Kaum ein anderes Bikerevier der Schweiz bietet diese Kombination aus mediterranem Licht und alpiner Höhe.

Die Wegequalität reicht von gut ausgebauten Schotterpisten bis zu technisch anspruchsvollen Singletrails. Besonders die Verbindung zwischen Monte Tamaro und Monte Lema gilt unter Bikern als Kultstrecke – ein Höhenweg auf über 1.500 Metern, der Kondition und Fahrtechnik gleichermaßen fordert.

Für wen sich der Berg lohnt

Familien mit Kindern finden an der Alpe Foppa einen entspannten Ausgangspunkt mit Erlebnispark und einfachen Wegen. Ambitionierte Mountainbiker bekommen mit den Grattrails und der Tamaro-Lema-Traverse echte Herausforderungen. Und Genussradler? Die genießen die Talrouten entlang der Seen, wo das Tempo automatisch langsamer wird und der Espresso am Wegesrand ruft.

Wichtig zu wissen: Der Berg belohnt jene, die früh starten. Am Morgen ist die Luft klar, die Fernsicht optimal und die Trails noch leer. Am Nachmittag ziehen im Sommer gerne Quellwolken auf – dann wird aus dem Fernblick manchmal ein Wolkenmeer, das auf seine ganz eigene Art beeindruckt.

Das besondere Licht des Südens

Radfahrer, die schon einmal im Tessin unterwegs waren, schwärmen alle vom Licht. Es ist wärmer, klarer, fast italienisch. Am Monte Tamaro trifft dieses südliche Leuchten auf die Höhe der Alpen, und das ergibt eine Stimmung, die man kaum in Worte fassen kann. Frühmorgens legt sich goldenes Licht über die Grate, abends taucht die Sonne die Hänge in warme Rottöne.

Dieses Wechselspiel aus Farbe und Höhe macht jede Ausfahrt zu einem kleinen Kinofilm. Nimm dir bewusst Zeit für Pausen an den Aussichtspunkten – der Berg gibt am meisten zurück, wenn man ihn nicht nur durchfährt, sondern auch mal stehen bleibt.

Übernachten rund um den Monte Tamaro

Die schönsten Radtouren am Monte Tamaro

Höhenweg Monte Tamaro – Monte Lema

Diese Traverse ist der Klassiker unter den Tessiner Bike-Touren und gilt bei vielen als eine der schönsten Höhenwege der gesamten Schweizer Alpen. Du startest an der Alpe Foppa, wohin dich die Gondelbahn von Rivera bringt, und folgst dem markierten Weg über die Grate in Richtung Monte Lema. Auf einer Länge von rund 13 Kilometern balancierst du auf einem Höhenrücken, der links den Lago Maggiore und rechts das Vedeggio-Tal freigibt.

Der Weg wechselt zwischen fahrbaren Schotterabschnitten und technischen Passagen, bei denen du dein Bike auch mal schieben oder tragen musst. Genau das macht den Reiz aus: Es ist kein Autobahn-Trail, sondern eine echte alpine Herausforderung. Unterwegs passierst du den Motto Rotondo und mehrere kleine Sättel, bevor du am Gipfel des Monte Lema mit einem Rundumpanorama belohnt wirst.

Diese Tour richtet sich an konditionsstarke und technisch versierte Mountainbiker. Vom Monte Lema bringt dich eine weitere Seilbahn hinunter nach Miglieglia, sodass du den Rückweg entspannt gestalten kannst. Ein absolutes Muss für alle, die Grattrails mit maximaler Aussicht lieben.

Abfahrt Alpe Foppa nach Rivera

Wer die Bergbahn hoch zur Alpe Foppa nimmt und den Berg lieber genießen als erklimmen will, findet in der Abfahrt zurück nach Rivera eine dankbare Tour. Über Forststraßen und Waldwege schlängelt sich die Strecke durch dichte Kastanien- und Buchenwälder hinab ins Vedeggio-Tal. Der Höhenunterschied von rund 1.000 Metern verteilt sich auf angenehm rollende Kilometer.

Das Besondere an dieser Route ist der Wechsel der Vegetationszonen: Oben startest du in der alpinen Zone mit Blick über die Ebene, unten tauchst du in mediterrane Wälder ein, wo im Herbst die Kastanien knacken. Immer wieder öffnen sich Lichtungen mit Blick auf den Talboden und die umliegenden Berge.

Diese Tour eignet sich gut für Einsteiger und Familien mit etwas Fahrpraxis, da sie technisch überschaubar bleibt. Am Ende wartet Rivera mit einer Einkehrmöglichkeit, bevor du die Gondel wieder nach oben nimmst – oder es beim einmaligen Genuss belässt und den Tag in einem Grotto ausklingen lässt.

Rennradrunde über den Monte Ceneri

Für Rennradfahrer bietet die Umgebung des Monte Tamaro eine klassische Passrunde über den Monte Ceneri. Von Rivera aus rollst du zunächst durchs Vedeggio-Tal, bevor die Straße kontinuierlich ansteigt und dich über den Ceneri-Pass führt. Die gut ausgebaute Straße mit ihren fließenden Kurven ist ein Genuss für alle, die den Rhythmus des Anstiegs lieben.

Oben angekommen belohnt dich der Blick über die Magadinoebene und in Richtung Bellinzona. Die Abfahrt hinunter nach Bironico und weiter in die Ebene ist rasant und flüssig, sodass du das Höhengefälle richtig auskosten kannst. Insgesamt kommst du auf rund 40 Kilometer mit mehreren hundert Höhenmetern.

Diese Runde eignet sich für sportliche Rennradfahrer, die eine überschaubare Halbtagestour mit ordentlichem Höhengewinn suchen. Kombinieren lässt sie sich hervorragend mit einer Verlängerung Richtung Lugano oder Bellinzona, wo Kultur und Kulinarik warten.

Seeuferrunde am Lago di Lugano

Wer es lieber flach und mediterran mag, findet südlich des Monte Tamaro eine entspannte Genussrunde entlang des Lago di Lugano. Von Rivera aus fährst du durch das Vedeggio-Tal hinunter nach Agno und weiter am Seeufer entlang. Palmen, Uferpromenaden und kleine Fischerdörfer säumen den Weg.

Diese Tour lebt vom südlichen Lebensgefühl: Immer wieder laden Cafés und Gelaterien zum Halt ein, und der Blick auf das glitzernde Wasser mit den umliegenden Bergen im Hintergrund ist einfach ein Genuss. Die Strecke verläuft größtenteils auf gut ausgebauten Radwegen und ruhigen Nebenstraßen.

Ideal für Familien, Genussradler und E-Biker, die weniger den sportlichen Ehrgeiz als das Dolce Vita suchen. Auf rund 30 bis 40 Kilometern erlebst du das Tessin von seiner leichten, sonnigen Seite – ein perfekter Kontrast zu den anspruchsvollen Bergtrails oberhalb.

Trail-Runde rund um die Alpe Foppa

Diese kompakte Runde eignet sich für alle, die nach der Gondelfahrt zur Alpe Foppa das direkte Umfeld des Gipfels erkunden wollen, ohne gleich die große Traverse zum Monte Lema anzugehen. Von der Bergstation aus führt dich ein Netz aus Wegen zu den Aussichtspunkten oberhalb der Kapelle Santa Maria degli Angeli und zu den Almwiesen rund um den Berg.

Die Wege wechseln zwischen breiten Almpisten und schmaleren Pfaden mit Panoramablick. Immer wieder öffnet sich der Blick über die Magadinoebene, den Lago Maggiore und die Zentralalpen. Auf halber Strecke lohnt sich eine Rast an einem der Aussichtsplätze, um die Fernsicht in Ruhe zu genießen.

Diese Runde ist ideal für Mountainbiker mittleren Niveaus und lässt sich gut mit einem Besuch der Botta-Kapelle und einer Einkehr im Bergrestaurant kombinieren. Für Familien mit älteren Kindern eine schöne Möglichkeit, das Hochplateau ohne allzu großen Anspruch zu erleben.

Häufige Fragen

Wie komme ich mit dem Mountainbike auf den Monte Tamaro?

Der bequemste Weg führt über die Gondelbahn von Rivera hinauf zur Alpe Foppa auf rund 1.530 Meter. Die Bahn erlaubt den Transport von Mountainbikes, sodass du dir die anstrengendsten Höhenmeter sparen kannst. Das ist besonders praktisch, wenn du dich voll auf die Trails und die Abfahrten konzentrieren möchtest.

Alternativ kannst du natürlich auch aus eigener Kraft über die Forststraßen hinauffahren, was rund 1.000 Höhenmeter bedeutet und entsprechend Kondition verlangt. Rivera selbst ist gut mit dem Auto und öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar – der Bahnhof Rivera-Bironico liegt in unmittelbarer Nähe der Talstation. Achte darauf, die Betriebszeiten der Gondelbahn im Voraus zu prüfen, da diese je nach Saison variieren.

Ist der Monte Tamaro für Anfänger geeignet?

Ja und nein – das hängt stark von der gewählten Route ab. Die Abfahrt von der Alpe Foppa nach Rivera über die Forststraßen ist auch für Einsteiger mit etwas Fahrpraxis gut machbar, da sie technisch überschaubar bleibt. Auch die Talrouten entlang der Seen sind ideal für Anfänger und Familien.

Die Grattrails, insbesondere die Traverse zum Monte Lema, sind hingegen anspruchsvoll und setzen sowohl Kondition als auch Fahrtechnik voraus. Als Anfänger solltest du dich langsam herantasten und mit den einfacheren Routen beginnen. Wer unsicher ist, kann auch geführte Touren buchen, bei denen ortskundige Guides das passende Tempo und die richtige Strecke wählen.

Kann ich den Monte Tamaro mit Kindern befahren?

Grundsätzlich ja, aber die Auswahl der richtigen Route ist entscheidend. Die Alpe Foppa ist ein hervorragendes Ausflugsziel für Familien, da es dort neben Radwegen auch eine Sommerrodelbahn, einen Kletterpark und einfache Wanderwege gibt. Für kleinere Kinder eignen sich die flachen Seeuferrouten am Lago di Lugano besser als die anspruchsvollen Bergtrails.

Ältere Kinder mit Fahrpraxis kommen auf den breiten Almpisten rund um die Alpe Foppa gut zurecht. Von den technischen Grattrails solltest du mit Kindern jedoch die Finger lassen. Plane genügend Pausen ein und nutze die vielen Einkehrmöglichkeiten – die Sonnenterrasse an der Alpe Foppa ist ein perfekter Ort für eine Familienrast.

Darf ich meinen Hund mitnehmen?

Hunde sind in der Bergregion grundsätzlich willkommen, allerdings solltest du beim Radfahren einige Dinge beachten. Auf langen Touren mit Höhenmetern ist es für einen Hund oft zu anstrengend, nebenherzulaufen, besonders bei sommerlicher Hitze. Kürzere Runden auf gut belüfteten Waldwegen sind besser geeignet.

In der Gondelbahn dürfen Hunde in der Regel mitfahren, informiere dich aber vorab über die genauen Bedingungen und eventuelle Maulkorbpflicht. Achte außerdem darauf, ausreichend Wasser für deinen Vierbeiner mitzunehmen und Rücksicht auf Weidevieh und andere Naturnutzer zu nehmen. Auf den Almwiesen weiden häufig Kühe, daher gehört der Hund dort unbedingt an die Leine.

Wann ist die beste Zeit zum Radfahren am Monte Tamaro?

Die ideale Saison reicht von Mai bis Oktober. Im Frühling und Frühsommer sind die Hänge grün, die Luft klar und die Temperaturen angenehm. Der Sommer bietet die längsten Tage und das schönste Licht, kann aber am Nachmittag Quellwolken und Gewitter mit sich bringen – deshalb lohnt sich ein früher Start.

Besonders reizvoll ist der Herbst, wenn sich die Kastanienwälder golden färben und die Fernsicht oft besonders klar ist. Im September und Oktober ist auch weniger los als im Hochsommer. Der Winter eignet sich kaum zum Radfahren, da Schnee und Kälte die Höhenlagen unpassierbar machen. Prüfe generell immer die Betriebszeiten der Gondelbahn, da diese die Saison mit vorgibt.

Brauche ich ein E-Bike oder reicht ein normales Rad?

Das hängt ganz von deinen Zielen und deiner Fitness ab. Da die Gondelbahn dir die schwierigsten Höhenmeter abnimmt, kommst du auch mit einem normalen Mountainbike gut zurecht, sofern du die Trails oben fährst. Wer aus eigener Kraft hochfahren möchte, profitiert dagegen deutlich von einem E-Mountainbike.

Für die flachen Seeuferrunden reicht ein normales Trekking- oder Rennrad völlig aus. E-Bikes sind besonders bei Genussradlern und Familien beliebt, da sie längere Distanzen und mehr Höhenmeter entspannter machen. In der Region gibt es zahlreiche Verleihstationen, sodass du bei Bedarf auch vor Ort ein passendes Rad mieten kannst.

Gibt es Einkehrmöglichkeiten unterwegs?

Ja, die Region ist gut versorgt. An der Alpe Foppa gibt es ein Bergrestaurant mit Sonnenterrasse, das nach der Gondelfahrt oder einer Trail-Runde die perfekte Einkehr bietet. Hier bekommst du regionale Tessiner Spezialitäten wie Polenta, Käse und natürlich einen guten Merlot.

Im Tal und entlang der Seeufer findest du zahlreiche Grotti, Cafés und Gelaterie, die zum Verweilen einladen. Gerade die urigen Grotti mit ihren Steinmauern und schattigen Kastanienbäumen sind ein Erlebnis für sich. Plane deine Pausen bewusst ein – im Tessin gehört das gemütliche Essen und Trinken einfach zum Radfahren dazu.

Wie anspruchsvoll ist die Traverse zum Monte Lema?

Die Höhenwanderung beziehungsweise Traverse vom Monte Tamaro zum Monte Lema gilt als anspruchsvoll und richtet sich an erfahrene Mountainbiker. Auf rund 13 Kilometern bewegst du dich auf einem Grat, der zwischen fahrbaren Abschnitten und technischen Passagen wechselt. An einigen Stellen musst du dein Rad tragen oder schieben.

Kondition ist ebenso gefragt wie Trittsicherheit und Fahrtechnik, denn der Weg verläuft teilweise ausgesetzt. Belohnt wirst du mit einem der schönsten Panoramen des Tessins, mit Blick über beide Seen und die Alpenkette. Plane für die gesamte Strecke ausreichend Zeit ein und starte früh, um den nachmittäglichen Wetterumschwüngen zu entgehen. Vom Monte Lema kannst du mit der Seilbahn nach Miglieglia absteigen.

Muss ich mein Bike in der Gondel anmelden?

In der Regel kannst du dein Mountainbike ohne Voranmeldung in der Gondelbahn transportieren, da die Bahn auf Biker und Wanderer eingestellt ist. In der Hochsaison und an Wochenenden kann es jedoch voller werden, weshalb sich ein früher Start empfiehlt. Für Gruppen lohnt es sich, vorab bei der Bergbahn nachzufragen.

Beachte, dass für den Bike-Transport oft ein separates Ticket oder ein Zuschlag fällig wird. Informiere dich am besten vor deinem Besuch über die aktuellen Tarife und Öffnungszeiten auf der offiziellen Seite der Bergbahn. So vermeidest du Überraschungen und kannst deinen Bike-Tag entspannt planen.

Welche Ausrüstung sollte ich mitnehmen?

Ein Helm ist Pflicht, und für die technischen Trails empfehlen sich zusätzlich Protektoren sowie Handschuhe. Da das Bergwetter schnell umschlagen kann, gehören eine leichte Regenjacke und eine Windweste in jeden Rucksack. Auch bei sonnigem Start kann es auf dem Grat kühl und windig werden.

Ausreichend Wasser und ein Snack sind wichtig, da die Distanzen zwischen den Einkehrmöglichkeiten oben am Berg groß sein können. Sonnenschutz nicht vergessen – das südliche Licht ist intensiv. Für längere Touren empfiehlt sich außerdem ein kleines Reparaturset mit Ersatzschlauch und Multitool. Eine geladene Powerbank fürs Handy schadet ebenfalls nicht, falls du die Route per App verfolgst.

Kann ich Monte Tamaro und Monte Lema an einem Tag kombinieren?

Ja, das ist sogar eine der beliebtesten Tageskombinationen der Region. Du fährst mit der Gondel von Rivera zur Alpe Foppa hinauf, absolvierst die Grattraverse zum Monte Lema und steigst dort mit der Seilbahn nach Miglieglia ab. So sparst du dir sowohl den Aufstieg als auch den langen Abstieg.

Wichtig ist die richtige Planung: Die Traverse ist anspruchsvoll und braucht Zeit, deshalb solltest du früh starten und die Betriebszeiten beider Bahnen im Blick behalten. Ein passendes Kombiticket oder die Rückfahrt-Logistik solltest du vorab organisieren. Bei gutem Wetter ist diese Kombination ein unvergessliches Bergerlebnis mit maximaler Aussicht.

Gibt es geführte Touren am Monte Tamaro?

Ja, in der Region werden geführte Mountainbike-Touren angeboten, die sich an unterschiedliche Niveaus richten. Ortskundige Guides kennen die besten Trails, die schönsten Aussichtspunkte und die passenden Einkehrmöglichkeiten. Gerade für die anspruchsvolle Traverse zum Monte Lema ist eine geführte Tour eine gute Wahl, wenn du die Strecke nicht kennst.

Auch für Einsteiger und Familien gibt es passende Angebote, bei denen Tempo und Schwierigkeitsgrad angepasst werden. Fragen zu Verleih, Guides und aktuellen Angeboten beantwortet am besten die örtliche Tourismusinformation oder die Bergbahn. Eine geführte Tour ist zudem eine schöne Möglichkeit, andere Radbegeisterte kennenzulernen und die Region mit lokalem Wissen zu erleben.

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