Alpines Hochgebirgstal mit Gletscher
Les Diablerets: Wandern zwischen Gletschereis und Alpenlegenden im Herzen der Waadtländer Alpen
Wandern in Les Diablerets
Wo sich der Teufel angeblich mit Steinen einen Spaß erlaubte, thront heute einer der spektakulärsten Gletscher der Waadtländer Alpen. Les Diablerets – der Name allein klingt schon nach Abenteuer, nach dunklen Felswänden, ewigem Eis und Sagen, die sich Generationen von Hirten am Lagerfeuer erzählten. Und tatsächlich: Kaum eine andere Ecke der Westschweiz vereint auf so kleinem Raum sanfte Almwiesen, schroffe Kalkgipfel und den ganzjährig weiß glänzenden Glacier 3000.
Das gleichnamige Bergdorf liegt auf rund 1.200 Metern in einem weiten Talkessel, umrahmt vom mächtigen Massif des Diablerets, dem eleganten Oldenhorn und den Zähnen der Tour Saint-Martin. Von hier aus starten Wege in alle Richtungen und in alle Höhenlagen – vom gemütlichen Talspaziergang entlang murmelnder Bäche bis zur hochalpinen Gletschertour mit Peak Walk, der weltweit ersten Hängebrücke zwischen zwei Berggipfeln. Wer hier wandert, spürt schnell: Diese Landschaft ist ehrlich, ursprünglich und ein bisschen wild.
Was Les Diablerets besonders macht, ist die Mischung aus französischer Lebensart und alpiner Bodenständigkeit. In den Bergrestaurants dampft die Käseschnitte, auf den Alpen reift der Waadtländer Bergkäse, und in den Wäldern duftet es nach Harz und feuchtem Moos. Zwischen den Wanderungen bleibt Zeit für einen Kaffee auf einer sonnigen Terrasse, während die Kuhglocken den Takt vorgeben.
Ob du als Familie die einfachen Panoramawege suchst, als geübte Bergsteigerin die Höhe des Oldenhorns erklimmen willst oder einfach die Stille der Bergwelt genießen möchtest – Les Diablerets nimmt dich auf, ohne dich zu überfordern. Hier ist Wandern kein Leistungssport, sondern eine Einladung, langsamer zu werden und den Bergen zuzuhören.
Topografie & Landschaft
Höhenlage
1200 bis 3123 m (Oldenhorn)
Geländecharakter
Almwiesen, Bergpfade, Felsen, Eis
Infrastruktur
Seilbahnen, Bergrestaurants, gut markiert
Beste Reisezeit
Juni bis Oktober
Was Les Diablerets so einzigartig macht
Der Glacier 3000 und der legendäre Peak Walk
Kaum ein Ort in der Region zieht so viele staunende Blicke auf sich wie der Glacier 3000. Mit der Seilbahn ab Col du Pillon schwebst du hinauf in eine Welt aus Eis und Fels, wo selbst im Hochsommer der Schnee knirscht. Oben angekommen erwartet dich der Peak Walk by Tissot – die weltweit erste Hängebrücke, die zwei Berggipfel miteinander verbindet. 107 Meter frei schwebend über dem Abgrund, und darunter tut sich ein Panorama auf, das von Matterhorn über Mont Blanc bis zur Jungfrau reicht.
Wer den Nervenkitzel liebt, wagt sich auf den Alpine Coaster, die höchstgelegene Rodelbahn der Welt, oder unternimmt eine geführte Wanderung über das ewige Eis. Und keine Sorge: Der Gletscher lässt sich auch von Wanderern ohne Steigeisen erleben, denn präparierte Wege und geführte Touren machen das Erlebnis zugänglich, ohne die Ehrfurcht vor der Höhe zu nehmen.
Sagen, Teufel und Steine
Der Name Les Diablerets – die kleinen Teufel – geht auf eine alte Legende zurück. Man erzählte sich, dass Teufel auf den Gipfeln des Massivs mit gewaltigen Felsblöcken kegelten und diese ins Tal donnern ließen. Wer die zerklüfteten Felswände und die riesigen Geröllfelder am Fuß der Berge sieht, versteht, woher diese Vorstellung kam.
Tatsächlich ereigneten sich hier in der Vergangenheit gewaltige Bergstürze, die ganze Landschaftsteile umformten. Diese Geschichten sind bis heute Teil der Dorfidentität und werden gern an Kinder und neugierige Besucher weitergegeben. Ein Spaziergang durch das Tal wird so ganz nebenbei zu einer Reise in eine mystische Welt voller Sagen.
Kulinarik zwischen Alp und Terrasse
Wandern macht hungrig – und in Les Diablerets weiß man das. Auf den Alpwirtschaften kehrst du ein zu deftiger Käseschnitte, Fondue oder einem Teller Alpkäse, der oft nur wenige Meter entfernt gereift ist. Die Region liegt im Herzen des Waadtlandes, wo Weinbau, Käserei und Bergwirtschaft eine köstliche Verbindung eingehen.
Wusstest du schon? Der berühmte L'Etivaz-Käse aus dem benachbarten Pays-d'Enhaut wird noch heute über offenem Holzfeuer im Kupferkessel hergestellt und in Höhlen gereift. Ein Abstecher zur Käserei lohnt sich – und schmeckt herrlich nach Tradition.
Ursprüngliche Bergdörfer und Geheimtipps
Neben dem Hauptort lohnt sich ein Blick in die kleineren Weiler und Nachbardörfer. Das nahe Vers-l'Église mit seiner alten Holzkirche wirkt wie aus der Zeit gefallen, und die Alp Isenau bietet stille Wege abseits der Massen. Wer früh startet, hat die Panoramaterrassen oft ganz für sich allein.
Ein echter Geheimtipp ist der Lac Retaud, ein kleiner Bergsee unterhalb des Oldenhorns, dessen Wasser die umliegenden Gipfel spiegelt. Am frühen Morgen, wenn der Nebel noch über der Wasseroberfläche liegt, ist die Stimmung hier fast unwirklich schön – ein Ort zum Innehalten und Kraft tanken.
Wanderhighlights rund um den Gletscher
Wandern für jedes Level
Das Schöne an Les Diablerets ist die Vielfalt der Höhenlagen. Im Talgrund auf 1.200 Metern findest du gemütliche Wege entlang der Grande Eau, die sich auch für Familien mit Kinderwagen oder für einen entspannten Nachmittag anbieten. Von hier aus steigt das Gelände sanft an, bis es sich in den hochalpinen Zonen rund um den Gletscher zu ernsthaften Bergpfaden entwickelt.
Diese Bandbreite macht die Region so vielseitig: Anfänger finden markierte, gut gesicherte Routen mit sanften Anstiegen, während erfahrene Bergwanderer sich an anspruchsvollen Gipfelbesteigungen wie dem Oldenhorn versuchen können. Wer will, kombiniert Seilbahn und Wanderung und spart sich so die Höhenmeter beim Aufstieg – oder beim Abstieg, je nach Kondition und Laune.
Panoramen, die im Gedächtnis bleiben
Kaum ein anderer Ort in den Waadtländer Alpen bietet so dichte Aussichtspunkte auf einem so kleinen Gebiet. Vom Col du Pillon über die Höhen von Isenau bis hinauf zum Gletscher reihen sich Panoramen aneinander, die weit über die Region hinausreichen. An klaren Tagen erkennst du die berühmten Viertausender des Berner Oberlands und des Wallis.
Besonders die Wege entlang der Grate bieten das Gefühl, über den Wolken zu schweben. Fotografen kommen hier voll auf ihre Kosten, denn das Wechselspiel aus dunklem Kalkfels, weißem Eis und satten grünen Almwiesen sorgt für Motive, die sich in kein Klischee pressen lassen.
Naturerlebnis pur
Wer mit offenen Augen wandert, entdeckt eine erstaunliche Vielfalt. Im Frühsommer blühen Alpenrosen und Enzian am Wegesrand, Murmeltiere pfeifen ihre Warnrufe, und mit etwas Glück ziehen Gämsen über die steilen Hänge. Der Kontrast zwischen dem lebendigen Grün der Weiden und der kargen Gletscherwelt macht jede Tour zu einem Erlebnis mit Tiefenschärfe.
Die Region ist Teil eines sensiblen Bergökosystems, das sorgfältig gepflegt wird. Viele Wege führen durch geschützte Naturzonen, in denen die Ruhe fast greifbar ist. Ein Fernglas gehört ins Gepäck – nicht nur wegen der Aussicht, sondern auch wegen der tierischen Bewohner.
Wegequalität und Beschilderung
Die Schweizer Wanderwegkultur zeigt sich auch hier von ihrer besten Seite. Die gelben Wegweiser sind engmaschig, präzise und mit Zeitangaben versehen, sodass du dich kaum verlaufen kannst. Weiß-rot-weiße Markierungen weisen auf Bergwege hin, weiß-blau-weiß kennzeichnet die alpinen Routen, die mehr Trittsicherheit verlangen.
Diese verlässliche Infrastruktur nimmt viel Druck aus der Tourenplanung. Selbst wenn das Wetter umschlägt, findest du dank der guten Beschilderung schnell den Weg ins Tal oder zur nächsten Bergstation. Gerade für Familien und weniger erfahrene Wanderer ist das ein echter Sicherheitsgewinn.
Übernachten in Les Diablerets: Von der Alphütte bis zum Bergchalet
Wir konnten leider kein Hotel finden...
Sie sind Hotelier, oder führen einen Gasthof oder eine Pension und interessieren sich für eine Aufnahme in unser Portal?
oder direkt anrufen
+49 (0)8167-69 63 70
Die schönsten Wanderungen in Les Diablerets
Rundweg zum Lac Retaud und Alp Isenau
Diese familienfreundliche Rundwanderung startet am Parkplatz Lac Retaud, einem malerischen Bergsee unterhalb des Oldenhorns. Schon nach wenigen Minuten spiegeln sich die Gipfel im klaren Wasser – ein perfekter Auftakt. Von hier führt der Weg gemütlich ansteigend Richtung Alp Isenau, vorbei an weidenden Kühen und blühenden Almwiesen.
Der Pfad ist gut markiert und technisch einfach, sodass er sich hervorragend für Familien mit Kindern eignet. Unterwegs laden Alpwirtschaften zur Rast ein, wo du hausgemachte Käseschnitten und frische Milch probieren kannst. Die Aussicht auf den Massif des Diablerets begleitet dich fast durchgehend.
Nach rund zwei bis drei Stunden schließt sich der Rundweg wieder am Lac Retaud. Wer mag, gönnt sich zum Abschluss ein Getränk auf der Terrasse des kleinen Restaurants direkt am See – ein idyllischer Ausklang eines entspannten Wandertages.
Gipfeltour aufs Oldenhorn
Für ambitionierte Bergwanderer ist das Oldenhorn (Becca d'Audon) auf 3.123 Metern ein lohnendes Ziel. Der Aufstieg beginnt an der Bergstation Cabane des Diablerets am Glacier 3000, wodurch du dir einige Höhenmeter mit der Seilbahn erleichterst. Von dort führt ein anspruchsvoller Bergweg über Fels und Schneefelder hinauf zum Gipfel.
Die Route verlangt Trittsicherheit, Schwindelfreiheit und gutes Schuhwerk, belohnt aber mit einem der spektakulärsten Rundumblicke der Westschweiz. Vom Gipfel reicht der Blick vom Mont Blanc über das Matterhorn bis zu den Berner Viertausendern.
Diese Tour eignet sich für erfahrene Wanderer mit alpiner Erfahrung und guter Kondition. Eine frühe Startzeit und ein stabiles Wetterfenster sind Pflicht, denn die Hochgebirgswelt kann ihr Gesicht schnell ändern. Wer die Höhe meistert, wird mit einem unvergesslichen Gipfelmoment belohnt.
Panoramaweg über den Col du Pillon
Der Col du Pillon verbindet Les Diablerets mit dem Berner Oberland und ist Ausgangspunkt für eine aussichtsreiche Höhenwanderung. Vom Passübergang startest du in Richtung der Alpweiden, die sich unterhalb der Gletscherwelt ausbreiten. Der Weg ist mittelschwer und gut markiert.
Unterwegs eröffnen sich immer wieder Blicke auf das Massif des Diablerets und die schroffen Felswände des Oldenhorns. Im Frühsommer säumen Alpenrosen und Enzian den Pfad, während Murmeltiere aus ihren Bauten pfeifen. Die Kombination aus Blumenpracht und Gletscherkulisse ist einzigartig.
Diese Tour eignet sich für Wanderer mit etwas Kondition, die die alpine Atmosphäre ohne extreme Höhenmeter genießen möchten. Die Nähe zur Talstation der Glacier-3000-Bahn erlaubt es, die Wanderung flexibel mit einer Gletscherfahrt zu kombinieren.
Gletschererlebnis mit Peak Walk am Glacier 3000
Diese Tour ist kein klassischer Aufstieg, sondern ein hochalpines Erlebnis für die ganze Familie. Von Col du Pillon schwebst du mit der Seilbahn hinauf auf über 2.900 Meter zur Station Scex Rouge. Oben angekommen führt ein präparierter Weg über das Gletscherplateau, gesäumt von ewigem Eis.
Das Highlight ist der Peak Walk by Tissot, die einzige Hängebrücke der Welt, die zwei Gipfel verbindet. Wer schwindelfrei ist, genießt hier ein 360-Grad-Panorama, das seinesgleichen sucht. Anschließend lässt sich der View Point erwandern, der einen weiteren spektakulären Blick über den Gletscher freigibt.
Da man sich hier auf über 3.000 Metern Höhe bewegt, sind warme Kleidung, Sonnenschutz und feste Schuhe wichtig – selbst im Hochsommer. Die Tour ist ideal für alle, die das Hochgebirge ohne bergsteigerisches Können erleben möchten, und ein Erlebnis, das gerade Kindern lange in Erinnerung bleibt.
Talwanderung entlang der Grande Eau
Wer es ruhiger mag, folgt dem Lauf der Grande Eau, dem Fluss, der das Tal von Les Diablerets durchzieht. Diese gemütliche Wanderung beginnt im Dorfzentrum und führt entlang des rauschenden Wassers durch schattige Wälder und offene Wiesen Richtung Vers-l'Église.
Der Weg ist flach, gut ausgebaut und eignet sich hervorragend für Familien, Senioren oder als entspannter Einstieg in einen Wandertag. Unterwegs passierst du die alte Holzkirche von Vers-l'Église, eines der ältesten Bauwerke der Region, das eine besondere Ruhe ausstrahlt.
Besonders reizvoll ist die Tour im Frühherbst, wenn sich die Wälder golden färben und die Luft klar und frisch ist. Der Fluss begleitet dich mit seinem Rauschen, und immer wieder öffnet sich der Blick auf die umliegenden Gipfel. Eine Wanderung zum Durchatmen und Genießen.
Höhenweg von Isenau nach Les Diablerets
Diese Halbtagestour verbindet Bergerlebnis mit gemütlichem Abstieg. Von der oberen Alp Isenau, die du früher per Bahn erreichtest und heute über einen Aufstieg oder alternative Zubringer, führt der Weg über weite Almflächen hinab ins Dorf. Der Panoramablick auf das Diablerets-Massiv begleitet dich fast durchgehend.
Der Pfad ist mittelschwer und größtenteils gut begehbar, mit einigen steileren Passagen im unteren Bereich. Unterwegs entdeckst du typische Alpvegetation, plätschernde Bäche und mit etwas Glück Gämsen an den steilen Hängen oberhalb des Weges.
Diese Route eignet sich gut für alle, die eine abwechslungsreiche Tour mit stetigem Abstieg suchen und dabei die klassische Waadtländer Alpwelt erleben möchten. Zum Abschluss lockt das Dorf mit seinen gemütlichen Cafés und Restaurants zur wohlverdienten Rast.
Häufige Fragen
Ist Wandern in Les Diablerets für Kinder geeignet?
Absolut, Les Diablerets ist ein wunderbares Ziel für Familien mit Kindern. Im Talgrund und rund um den Lac Retaud gibt es zahlreiche einfache Wege mit geringen Höhenmetern, die auch kleinere Kinder gut bewältigen können. Die Distanzen lassen sich flexibel gestalten, und viele Alpwirtschaften am Wegesrand laden zu Pausen mit Kuchen und frischer Milch ein.
Ein besonderes Highlight für den Nachwuchs ist der Glacier 3000 mit dem Alpine Coaster und dem Erlebnis, im Sommer Schnee anfassen zu können. Achte bei höher gelegenen Touren auf passende Kleidung, denn das Wetter kann in den Bergen schnell wechseln. Insgesamt bietet die Region eine ideale Mischung aus Abenteuer und Sicherheit für die ganze Familie.
Kann ich meinen Hund mit auf die Wanderungen nehmen?
Ja, Hunde sind auf den meisten Wanderwegen rund um Les Diablerets willkommen. Auf den Talwegen und den unteren Almrouten kann dein Vierbeiner die frische Bergluft genießen. Beachte jedoch, dass in der Region viel Vieh weidet, daher solltest du deinen Hund in der Nähe von Kühen und besonders von Mutterkuhherden unbedingt an der Leine führen.
Auf dem Gletscher und in den hochalpinen Zonen ist Vorsicht geboten, da die Bedingungen für Hundepfoten belastend sein können. In Seilbahnen gelten je nach Anbieter eigene Regeln, meist sind Hunde gegen einen Aufpreis erlaubt. Nimm ausreichend Wasser mit, denn nicht überall gibt es Bäche, und respektiere die Wildtiere, die in den geschützten Zonen leben.
Wann ist die beste Zeit zum Wandern?
Die klassische Wandersaison in Les Diablerets erstreckt sich von etwa Juni bis Oktober. Im Frühsommer erwachen die Almwiesen mit einer beeindruckenden Blütenpracht, während der Herbst mit klarer Luft und goldenen Farben lockt. In dieser Zeit sind die meisten Wege schneefrei und die Bergrestaurants geöffnet.
Der Hochsommer bietet die stabilsten Wetterbedingungen für hochalpine Touren, kann aber auch die meisten Besucher anziehen. Wer Ruhe sucht, wählt den September, wenn die Massen abflauen und das Licht besonders schön ist. Der Glacier 3000 ist dank seiner Höhe ganzjährig ein Erlebnis, im Winter dann vor allem als Skigebiet.
Brauche ich eine besondere Ausrüstung für die Touren?
Für die einfachen Tal- und Almwanderungen genügen feste Wanderschuhe, wetterfeste Kleidung und ausreichend Wasser. Da sich das Wetter im Gebirge schnell ändern kann, gehört eine Regen- und Windjacke immer ins Gepäck, ebenso Sonnenschutz und eine Kopfbedeckung.
Für hochalpine Touren wie das Oldenhorn oder Gletscherwanderungen solltest du zusätzlich auf gute Bergschuhe, warme Schichten und gegebenenfalls Wanderstöcke setzen. Am Glacier 3000 herrschen auch im Sommer kühle Temperaturen, daher sind warme Kleidung und Handschuhe empfehlenswert. Ein kleiner Erste-Hilfe-Satz und geladenes Handy runden die Grundausstattung ab.
Wie erreiche ich Les Diablerets ohne Auto?
Les Diablerets ist hervorragend mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar. Vom Genfersee aus fährst du mit dem Zug nach Aigle und steigst dort in die Schmalspurbahn ASD (Aigle-Le Sépey-Les Diablerets) um, die dich direkt ins Bergdorf bringt. Die Fahrt durch das Tal ist bereits ein kleines Erlebnis für sich.
Vor Ort und zu den umliegenden Ausgangspunkten wie dem Col du Pillon gibt es Postautoverbindungen, die gut auf die Zugankünfte abgestimmt sind. Wer flexibel wandern möchte, kann so bequem an einem Punkt starten und an einem anderen zurückfahren. Die Schweizer Fahrpläne sind zuverlässig, weshalb die Anreise mit Bahn und Bus sehr entspannt gelingt.
Gibt es unterwegs Einkehrmöglichkeiten?
Ja, entlang vieler Wanderwege findest du gemütliche Alpwirtschaften und Bergrestaurants, in denen du dich stärken kannst. Besonders rund um den Lac Retaud, auf den Höhen von Isenau und an den Bergstationen gibt es Möglichkeiten zur Einkehr, wo regionale Spezialitäten serviert werden.
Probiere unbedingt die Käseschnitte oder ein Fondue, das nach einer Wanderung besonders gut schmeckt. Die meisten Betriebe haben in der Wandersaison von Juni bis Oktober geöffnet, in der Nebensaison lohnt sich ein Blick auf die Öffnungszeiten. Für abgelegenere Routen empfiehlt es sich dennoch, ausreichend Proviant und Wasser mitzunehmen.
Wie schwierig sind die Wanderungen in Les Diablerets?
Das Angebot reicht von sehr leichten Talwanderungen bis zu anspruchsvollen hochalpinen Gipfeltouren. Für Einsteiger und Familien eignen sich die Wege im Talgrund und rund um die Bergseen, die kaum Höhenmeter und keine technischen Schwierigkeiten aufweisen.
Fortgeschrittene finden mit den Höhenwegen und der Besteigung des Oldenhorns fordernde Routen, die Trittsicherheit und Kondition verlangen. Dank der klaren Schweizer Wegmarkierung – gelb für leichte Wege, weiß-rot-weiß für Bergwege und weiß-blau-weiß für alpine Routen – kannst du die Schwierigkeit gut einschätzen und passende Touren wählen.
Lohnt sich der Besuch des Glacier 3000 auch für Nicht-Bergsteiger?
Auf jeden Fall. Der Glacier 3000 ist so konzipiert, dass auch Besucher ohne bergsteigerische Erfahrung die Hochgebirgswelt erleben können. Mit der Seilbahn gelangst du bequem hinauf, und oben erwarten dich präparierte Wege, der spektakuläre Peak Walk und mehrere Aussichtsplattformen.
Für Familien gibt es zusätzliche Attraktionen wie den Alpine Coaster und im Winter den Schneepark. Da du dich hier auf über 3.000 Metern befindest, solltest du warme Kleidung tragen und auf ausreichend Sonnenschutz achten. Der Ausflug ist ein Erlebnis für alle Generationen und ein Höhepunkt jedes Aufenthalts in der Region.
Kann man in Les Diablerets mehrtägige Wanderungen unternehmen?
Ja, die Region eignet sich gut als Etappenziel für längere Wandertouren. Les Diablerets liegt in der Nähe verschiedener Weitwanderwege der Waadtländer und Berner Alpen, sodass sich mehrtägige Routen mit Übernachtungen in Berghütten und Dörfern planen lassen.
Für mehrtägige Touren empfiehlt es sich, Übernachtungen in den Berghütten oder in den Unterkünften der umliegenden Dörfer im Voraus zu reservieren, besonders in der Hauptsaison. Kombiniere die Etappen mit den gut getakteten öffentlichen Verkehrsmitteln, um flexibel zu bleiben. So erlebst du die Landschaft in ihrer ganzen Vielfalt, von den Talböden bis zur Gletscherwelt.
Gibt es geführte Wanderungen oder Bergführer?
Ja, in Les Diablerets werden regelmäßig geführte Wanderungen angeboten, die von erfahrenen lokalen Bergführern begleitet werden. Besonders für Gletschertouren oder anspruchsvolle Gipfelbesteigungen ist eine Führung sehr empfehlenswert, da sie Sicherheit und wertvolles Hintergrundwissen bietet.
Die örtliche Tourismusinformation vermittelt gerne Kontakte zu Bergführern und informiert über aktuelle Angebote wie geführte Sonnenaufgangstouren oder themenbezogene Wanderungen zur Flora und Fauna. Gerade wenn du die Region noch nicht kennst oder in höhere Lagen aufsteigen möchtest, ist eine geführte Tour eine hervorragende Wahl.
Wie ist das Wetter in den Bergen einzuschätzen?
Das Bergwetter in Les Diablerets kann sich innerhalb kurzer Zeit ändern, weshalb du dich vor jeder Tour über die aktuelle Vorhersage informieren solltest. Vormittags herrschen oft die stabilsten Bedingungen, während sich am Nachmittag im Sommer gerne Gewitter bilden können.
Plane hochalpine Touren daher früh am Tag und behalte den Himmel im Blick. In höheren Lagen und am Gletscher ist es deutlich kühler als im Tal, selbst an warmen Sommertagen. Eine warme Zwischenschicht und eine wetterfeste Jacke gehören immer ins Gepäck, damit dich ein plötzlicher Wetterwechsel nicht überrascht.
Sind die Wanderwege gut ausgeschildert?
Die Beschilderung in Les Diablerets entspricht dem hohen Schweizer Standard und ist vorbildlich. An Wegkreuzungen findest du die charakteristischen gelben Wegweiser mit Zielangaben und geschätzten Gehzeiten, sodass die Orientierung in der Regel sehr einfach ist.
Die Farbmarkierungen helfen dir zusätzlich, die Schwierigkeit einzuschätzen: gelb für Wanderwege, weiß-rot-weiß für Bergwege und weiß-blau-weiß für alpine Routen. Trotz der guten Ausschilderung empfiehlt es sich, eine Wanderkarte oder eine Wander-App mitzunehmen, besonders bei Nebel oder auf abgelegenen Pfaden.