Jura-Höhenweg im Baselbiet: Wanderabenteuer zwischen Kalkfelsen, Panoramen und Bergseen
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Jura-Höhenweg im Baselbiet: Wanderabenteuer zwischen Kalkfelsen, Panoramen und Bergseen

Weite Grate, helle Kalkfelsen und Fernblicke bis zu den Alpen – das Baselbieter Juraland lädt dich zum Wandern in der Höhe ein.

Jura-Höhenweg

Der Morgennebel liegt noch tief in den Tälern des Baselbiets, während oben auf den Jurakämmen bereits die ersten Sonnenstrahlen über die Kalkfelsen streichen. Genau hier, wo die Schweiz ihre nördlichste Bergkette in sanften Wellen gen Frankreich schiebt, verläuft der Jura-Höhenweg – eine Route, die dich über weite Grate, durch schattige Buchenwälder und vorbei an sonnenverbrannten Trockenwiesen führt.

Was diese Landschaft so eigen macht, ist ihr Rhythmus: kein schroffes Alpen-Drama, sondern ein sanftes Auf und Ab aus bewaldeten Höhenzügen, hellen Felsbändern und stillen Hochtälern. Der Baselbieter Abschnitt des Höhenwegs ist überraschend abwechslungsreich. Mal stehst du auf einem Aussichtsfelsen wie der Belchenflue und blickst bei klarem Wetter bis zu den Alpen und in den Schwarzwald, mal tauchst du ein in duftende Wälder, in denen im Frühling Bärlauch den ganzen Hang grün färbt.

Der Jura ist ein Gebirge der leisen Töne. Hier hörst du das Läuten der Kuhglocken, das Klopfen eines Spechts, das Rauschen des Windes in den Föhren. Die Kalklandschaft hat über Jahrmillionen Höhlen, Dolinen und bizarre Felsformationen geschaffen – ein Paradies für alle, die abseits des Trubels wandern wollen. Und dann ist da die Kulinarik: deftige Rösti, würziger Bergkäse und ein Glas Baselbieter Kirsch, das nach einer langen Tour genau richtig schmeckt.

Ob du eine ambitionierte Tagesetappe suchst oder ein gemütliches Familienwochenende planst – das Baselbieter Juraland empfängt dich mit gut markierten Wegen, freundlichen Berggasthöfen und einer Ruhe, die man in dieser dichtbesiedelten Ecke Europas kaum erwartet. Schnür die Wanderschuhe, der Grat wartet.

Topografie & Landschaft

Sanfte Kalkkämme und Hochtäler

Höhenlage

bis 1157 m (Chellenchöpfli)

Geländecharakter

Waldpfade, Wiesen, Kalkfelsen

Infrastruktur

Berggasthöfe, gute ÖV-Anbindung

Beste Reisezeit

Mai bis Oktober

Navigation

Was das Baselbieter Juraland so besonders macht

Kalkfelsen, Grate und weite Aussichten

Der Baselbieter Jura ist ein Buch aus Kalkstein, das die Zeit über Millionen Jahre geschrieben hat. Die hellen Felsbänder, die an vielen Stellen aus den bewaldeten Hängen brechen, sind Reste eines uralten Meeres. Auf Aussichtsfelsen wie der Belchenflue oder dem Chäserenberg öffnet sich der Blick weit über die Kette der Jurakämme hinweg – bei Föhnwetter reihen sich am Horizont die schneebedeckten Alpengipfel wie eine ferne Wand.

Besonders reizvoll ist der Wechsel der Perspektiven. Mal wanderst du auf einem schmalen Grat mit Tiefblick in bewaldete Täler, mal querst du weite Hochebenen, auf denen Kühe grasen und alte Wetterföhren vom rauen Klima erzählen. Diese Vielfalt macht das Juraland zu einer Landschaft, die sich langsam entfaltet und mit jeder Stunde eine neue Facette zeigt.

Wälder, Wildtiere und stille Hochtäler

Die Buchen- und Föhrenwälder des Jura gehören zu den ausgedehntesten der Schweiz. Im Frühling leuchtet der Waldboden von Bärlauch und Buschwindröschen, im Herbst verwandelt sich das Laub in ein Feuerwerk aus Gold und Rot. Wer früh am Morgen unterwegs ist, trifft mit etwas Glück auf Rehe, Gämsen oder den scheuen Luchs, der in den ruhigen Waldgebieten wieder heimisch geworden ist.

Zwischen den Höhenzügen liegen stille Hochtäler und trockene Kalkwiesen, die im Sommer von Orchideen und Enzian gesäumt sind. Diese Trockenwiesen zählen zu den artenreichsten Lebensräumen der Region und stehen unter Schutz. Wusstest du schon? Der Name Jura leitet sich vom keltischen Wort für Wald ab – ein Hinweis darauf, wie stark diese Landschaft seit jeher von ihren dichten Wäldern geprägt ist.

Kultur, Land und Leute

Das Baselbiet ist eine Region der Kirschbäume und der stolzen Bauerntradition. Im Frühjahr überzieht die Kirschblüte ganze Hänge mit einem weißen Schleier, und im Sommer reifen die Früchte, aus denen der berühmte Baselbieter Kirsch gebrannt wird. Dörfer wie Waldenburg, Langenbruck oder Reigoldswil bewahren ihren gemütlichen Charakter mit historischen Häusern, kleinen Museen und der berühmten Waldenburgerbahn.

Die Menschen hier sind bodenständig und herzlich. In den Berggasthöfen sitzt man an langen Holztischen, teilt eine Käseplatte und lauscht den Geschichten der Wirtsleute. Diese Gastfreundschaft ist Teil des Wandererlebnisses und macht die Region so sympathisch.

Kulinarik und Geheimtipps

Nach einer langen Etappe schmeckt eine deftige Rösti mit Spiegelei besonders gut, dazu ein würziger Bergkäse und ein Stück Zwetschgenwähe. Viele Höfe verkaufen ihre Produkte direkt ab Hof – frischen Käse, Honig oder eben den hochprozentigen Kirsch. Ein Geheimtipp sind die kleinen Selbstbedienungshütten am Wegesrand, in denen man gegen ein paar Franken in die Kasse zu ehrlichen Preisen einkehren kann.

Wer dem Trubel entfliehen will, sollte die Teufelsschlucht bei Hägendorf oder die versteckten Karstquellen abseits der Hauptwege erkunden. Auch der Sonnenaufgang von der Belchenflue ist ein echtes Erlebnis für Frühaufsteher – wenn das Nebelmeer in den Tälern liegt und nur die Gipfel herausragen, fühlt man sich wie über den Wolken.

Warum der Jura-Höhenweg jedes Wandererherz höherschlagen lässt

Wandern über die Dächer des Baselbiets

Der Jura-Höhenweg ist ein Klassiker unter den Schweizer Weitwanderwegen und führt in seinem Baselbieter Abschnitt über die schönsten Kämme der Region. Das Besondere: Du bewegst dich fast durchgehend in der Höhe, was dir immer wieder weite Ausblicke beschert, ohne dass du das ganz große alpine Kaliber an Höhenmetern bewältigen musst. Die Kombination aus überschaubaren Anstiegen und großartigem Panorama macht den Weg zu einem echten Genusserlebnis.

Die Route ist Teil des offiziellen Wanderland-Netzes der Schweiz und trägt die Wegnummer 5. Sie ist hervorragend markiert mit den gelben Wegweisern und den grünen Routentafeln, sodass du dich auch ohne detaillierte Karte gut zurechtfindest. Die einzelnen Etappen lassen sich dank guter ÖV-Anbindung flexibel kombinieren.

Wegequalität und Gelände

Die Wege im Baselbieter Jura sind vielfältig: Du wanderst über weiche Waldpfade, feste Wiesenwege und gelegentlich über felsige Passagen, die etwas Trittsicherheit verlangen. Insgesamt bewegst du dich aber auf gut ausgebauten und gepflegten Wegen, die auch für weniger geübte Wanderer machbar sind. Nur einige Gratabschnitte und Aussichtsfelsen erfordern etwas Aufmerksamkeit.

Der Kalkboden hat den Vorteil, dass die Wege nach Regen relativ schnell wieder abtrocknen. Nach anhaltenden Niederschlägen kann es auf den Kalkfelsen jedoch rutschig werden, weshalb festes Schuhwerk mit gutem Profil immer eine gute Idee ist.

Für wen sich der Höhenweg eignet

Der Jura-Höhenweg spricht eine breite Zielgruppe an. Ambitionierte Weitwanderer schätzen die langen Etappen und die Möglichkeit, mehrere Tage am Stück unterwegs zu sein. Familien finden kürzere Abschnitte mit Feuerstellen, Spielmöglichkeiten und leichten Zustiegen, die auch mit Kindern gut zu bewältigen sind.

Auch Genusswanderer kommen auf ihre Kosten: Wer lieber die Aussicht genießt als Höhenmeter zu zählen, findet zahlreiche Rundwege mit Einkehrmöglichkeiten. Die gute Erreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln macht spontane Tagestouren einfach.

Aussichtspunkte und Naturerlebnisse

Zu den lohnendsten Aussichtspunkten zählen die Belchenflue an der Grenze zum Solothurner Jura, der Chellenchöpfli als höchster Punkt des Baselbiets und die Wasserfallen oberhalb von Reigoldswil, die man bequem mit der Gondelbahn erreicht. Von dort reicht der Blick weit über das Mittelland bis zu den Alpen.

Naturliebhaber sollten im Frühling die blühenden Trockenwiesen und im Herbst die goldenen Buchenwälder nicht verpassen. Auch die Karstphänomene – Dolinen, Höhlen und Trockentäler – machen jede Wanderung zu einer kleinen geologischen Entdeckungsreise.

Übernachten am Jura-Höhenweg: Gastfreundschaft zwischen Fels und Fernblick

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Die schönsten Wanderungen am Jura-Höhenweg

Von der Wasserfallen auf den Chellenchöpfli

Diese Tour startet an der Bergstation der Gondelbahn Wasserfallen oberhalb von Reigoldswil und führt dich auf den höchsten Punkt des Baselbiets, den 1157 Meter hohen Chellenchöpfli. Der Aufstieg beginnt gemütlich über weite Alpweiden, bevor sich der Weg allmählich zum Gratkamm hinaufschlängelt. Unterwegs passierst du typische Jura-Wetterföhren und Trockenwiesen.

Vom Gipfel aus genießt du ein grandioses Panorama über die Jurakämme, das Mittelland und – bei klarer Sicht – die gesamte Alpenkette von den Berner Alpen bis zum Säntis. Der Weg verläuft anschließend entlang des Grats mit stetig wechselnden Ausblicken. Wer möchte, kehrt in der Bergwirtschaft Vogelberg ein.

Die Tour ist ideal für Genusswanderer und Familien, die den Aufstieg mit der Gondelbahn abkürzen möchten. Für den Rückweg bietet sich der gleiche Weg oder eine Runde über die Alp Vogelberg an. Festes Schuhwerk ist empfehlenswert, da einige Passagen felsig sind.

Die Belchenflue-Runde von Langenbruck

Ausgangspunkt dieser klassischen Höhenwanderung ist das Dorf Langenbruck am Oberen Hauenstein. Von hier steigst du durch schattige Buchenwälder stetig bergauf, bis du den markanten Aussichtsfelsen der Belchenflue auf rund 1100 Metern erreichst. Der Weg folgt teilweise dem originalen Jura-Höhenweg mit der Wegnummer 5.

Der Gipfel der Belchenflue ist einer der schönsten Aussichtspunkte des gesamten Jura. Von hier oben blickst du weit über die Kämme hinweg zu den Alpen, in den Schwarzwald und über das Elsass hinaus. Besonders früh am Morgen, wenn Nebel in den Tälern liegt, ist der Anblick unvergesslich.

Der Rückweg führt über den Grat und durch ruhige Waldabschnitte zurück nach Langenbruck. Die Runde eignet sich für geübte Tageswanderer und lässt sich gut mit einer Einkehr in einem der Gasthöfe im Dorf abschließen. Rechne mit etwa vier bis fünf Stunden reiner Gehzeit.

Waldenburg über die Gerstelflue nach Reigoldswil

Diese abwechslungsreiche Etappe verbindet zwei charmante Baselbieter Orte über den Höhenzug der Gerstelflue. Du startest in Waldenburg, dem historischen Städtchen mit der berühmten Schmalspurbahn, und wanderst durch dichten Wald hinauf zum Aussichtsfelsen der Gerstelflue.

Von der Gerstelflue öffnet sich ein weiter Blick über das Waldenburgertal und die umliegenden Jurakämme. Der Weg folgt anschließend dem bewaldeten Grat mit immer wieder aufblitzenden Fernsichten, bevor er allmählich nach Reigoldswil absteigt. Unterwegs passierst du Trockenwiesen und typische Kalkfelsformationen.

Die Tour eignet sich hervorragend als Punkt-zu-Punkt-Wanderung, da beide Orte gut an den öffentlichen Verkehr angebunden sind. Sie ist mittelschwer und dauert rund vier bis fünf Stunden. In Reigoldswil kannst du deine Tour mit einer Fahrt auf die Wasserfallen krönen.

Durch die Teufelsschlucht bei Hägendorf

Etwas abseits der Hauptkämme, aber landschaftlich einzigartig, führt diese Tour durch die wildromantische Teufelsschlucht bei Hägendorf am Südrand des Jura. Der Weg folgt dem tosenden Bach durch eine tief eingeschnittene Kalkschlucht, über Brücken und Stege, vorbei an moosbewachsenen Felswänden.

Nach dem Durchstieg der Schlucht erreichst du die Höhen des Jura mit weiten Ausblicken über das Mittelland. Der Kontrast zwischen der schattigen, feuchten Schlucht und den sonnigen Höhen macht diese Wanderung besonders reizvoll. Zahlreiche Feuerstellen laden zu einer Pause ein.

Die Tour ist bei Familien beliebt, da die Schlucht auch für Kinder ein spannendes Abenteuer ist. Nach Regenfällen können die Stege rutschig sein, weshalb Trittsicherheit gefragt ist. Für den Rückweg gibt es mehrere Varianten über die Wälder oberhalb von Hägendorf.

Passwang-Höhenwanderung

Der Passwang gehört zu den markantesten Erhebungen im Grenzgebiet zwischen Baselland und Solothurn. Diese Tour startet auf der Passhöhe und führt dich über breite Grate und Alpweiden hinauf zum Gipfel auf über 1200 Metern. Der Aufstieg ist stetig, aber gut machbar.

Vom Gipfelbereich des Passwang genießt du eines der umfassendsten Panoramen der ganzen Region. An klaren Tagen reicht der Blick über die gesamte Jurakette bis weit in die Alpen und in den Schwarzwald. Der Höhenweg entlang des Kamms ist ein Genuss für alle, die weite Ausblicke lieben.

Die Wanderung eignet sich für konditionsstarke Genusswanderer und lässt sich flexibel verlängern oder verkürzen. Auf der Passhöhe und in umliegenden Berggasthöfen kannst du einkehren. Die beste Zeit ist von Mai bis Oktober, wenn die Wege schneefrei und die Wiesen in voller Blüte sind.

Häufige Fragen

Ist der Jura-Höhenweg für Anfänger geeignet?

Der Baselbieter Abschnitt des Jura-Höhenwegs bietet für jedes Niveau etwas. Viele Etappen sind gut markiert und bewegen sich auf gepflegten Wegen mit moderaten Anstiegen, sodass auch Wandereinsteiger sie bewältigen können. Wichtig ist eine grundlegende Kondition, da einige Etappen mehrere Stunden dauern und durchaus Höhenmeter beinhalten.

Für den Einstieg eignen sich besonders kürzere Rundwege wie die Runde auf der Wasserfallen oder die Teufelsschlucht bei Hägendorf. Wer sich unsicher ist, sollte mit einer Tagestour beginnen und die längeren Weitwanderetappen erst später angehen. Festes Schuhwerk und etwas Trittsicherheit auf felsigen Passagen sind aber immer von Vorteil.

Kann ich den Jura-Höhenweg mit Kindern wandern?

Ja, viele Abschnitte eignen sich hervorragend für Familien. Besonders die Teufelsschlucht bei Hägendorf ist ein echtes Abenteuer für Kinder, mit Brücken, Stegen und dem rauschenden Bach. Auch die Wasserfallen-Region punktet mit einer Gondelbahn, die den Aufstieg abkürzt, sowie mit Spielmöglichkeiten und Feuerstellen.

Achte darauf, die Etappen an das Tempo und die Ausdauer der Kinder anzupassen und ausreichend Pausen einzuplanen. Auf ausgesetzten Gratabschnitten und an Aussichtsfelsen solltest du die Kleinen gut im Auge behalten. Mit etwas Planung wird das Wandern im Jura zu einem tollen Familienerlebnis.

Darf ich meinen Hund mitnehmen?

Grundsätzlich sind Hunde auf dem Jura-Höhenweg willkommen. Die Wälder und Höhenwege bieten viel Abwechslung, und dein Vierbeiner wird die frische Luft und die vielfältigen Gerüche lieben. Beachte jedoch, dass viele Flächen als Weideland genutzt werden und dort teilweise Kühe oder Schafe grasen.

In der Nähe von Weidevieh solltest du den Hund unbedingt an die Leine nehmen, insbesondere während der Zeit, in der Mutterkühe ihre Kälber schützen. In Naturschutzgebieten mit sensiblen Trockenwiesen gilt oft ebenfalls Leinenpflicht. Denke auch an ausreichend Wasser, da nicht überall Quellen verfügbar sind.

Wie erreiche ich den Jura-Höhenweg mit öffentlichen Verkehrsmitteln?

Das Baselbiet ist hervorragend mit dem öffentlichen Verkehr erschlossen, was den Jura-Höhenweg besonders praktisch für Tagestouren macht. Von Basel aus erreichst du Orte wie Waldenburg, Langenbruck oder Reigoldswil bequem mit Bahn und Postauto. Die Waldenburgerbahn und die Gondelbahn auf die Wasserfallen sind selbst kleine Erlebnisse.

Dank der guten Anbindung kannst du Etappen flexibel als Punkt-zu-Punkt-Wanderungen planen, ohne wieder zum Ausgangspunkt zurückkehren zu müssen. Am besten prüfst du die Fahrpläne vorab, da einige Buslinien in den Bergregionen nur im Stundentakt verkehren.

Welche Ausrüstung brauche ich?

Für Tageswanderungen im Baselbieter Jura reicht eine solide Grundausrüstung. Dazu gehören feste Wanderschuhe mit gutem Profil, wetterfeste Kleidung, ausreichend Wasser und Verpflegung sowie ein kleiner Rucksack. Das Wetter im Jura kann rasch umschlagen, daher lohnt sich immer eine Regenjacke.

Auf den Kalkfelsen kann es bei Nässe rutschig werden, weshalb Wanderstöcke bei manchen Abschnitten hilfreich sind. Für längere Weitwanderungen empfiehlt sich zusätzlich eine detaillierte Wanderkarte oder eine Karten-App, auch wenn die Wege gut markiert sind. Sonnenschutz nicht vergessen, denn auf offenen Kämmen ist die Sonne intensiv.

Wann ist die beste Zeit zum Wandern?

Die schönste Wanderzeit im Baselbieter Jura reicht von Mai bis Oktober. Im Frühling erlebst du die Kirschblüte und die grünenden Buchenwälder, im Sommer blühen die artenreichen Trockenwiesen, und im Herbst verwandelt sich das Laub in ein Farbenspektakel aus Gold und Rot.

Der Frühherbst gilt bei vielen als ideale Zeit, da die Temperaturen angenehm sind und die Fernsicht bei klarer Luft oft am besten ist. Im Winter sind höhere Lagen manchmal verschneit, was zwar reizvoll, aber nur mit entsprechender Ausrüstung begehbar ist. Grundsätzlich ist der Jura ein Ganzjahres-Wandergebiet, wenn du dich auf die Bedingungen einstellst.

Wie lang sind die einzelnen Etappen?

Die Etappen des Jura-Höhenwegs variieren stark in ihrer Länge. Die klassischen Weitwanderetappen dauern oft fünf bis sieben Stunden reine Gehzeit und überwinden mehrere hundert Höhenmeter. Kürzere Rundwege und Tagestouren im Baselbiet sind hingegen in drei bis fünf Stunden gut zu schaffen.

Dank der guten Verkehrsanbindung kannst du längere Abschnitte flexibel unterteilen und an dein eigenes Tempo anpassen. Wenn du zum ersten Mal in der Region unterwegs bist, empfiehlt es sich, mit einer kürzeren Etappe zu beginnen und dich langsam an die längeren Strecken heranzutasten.

Gibt es unterwegs Einkehrmöglichkeiten?

Ja, das Baselbieter Juraland ist bekannt für seine gemütlichen Berggasthöfe und Bergwirtschaften. Auf vielen Höhenwegen findest du Einkehrmöglichkeiten, in denen du regionale Spezialitäten wie Rösti, Bergkäse und Zwetschgenwähe genießen kannst. Besonders in den Dörfern Langenbruck, Waldenburg und Reigoldswil gibt es eine gute Auswahl.

Zusätzlich stößt du am Wegesrand immer wieder auf kleine Selbstbedienungshütten, in denen du gegen ein paar Franken frische Hofprodukte kaufen kannst. Plane dennoch immer etwas eigene Verpflegung ein, da manche Gasthöfe Ruhetage haben oder nur saisonal geöffnet sind.

Wo kann ich übernachten?

Entlang des Höhenwegs findest du eine Vielzahl an Übernachtungsmöglichkeiten, von einfachen Berggasthöfen über gemütliche Gasthäuser in den Dörfern bis hin zu komfortableren Hotels. Viele Betriebe sind auf Wanderer eingestellt und bieten Halbpension sowie Tipps für die nächste Etappe.

Wenn du eine mehrtägige Weitwanderung planst, solltest du deine Unterkünfte vorab reservieren, insbesondere in der Hochsaison und an Wochenenden. In den größeren Orten wie Waldenburg oder Reigoldswil hast du die beste Auswahl und gute Anbindung an den öffentlichen Verkehr für den nächsten Tag.

Wie schwierig sind die Gratabschnitte?

Die meisten Gratabschnitte im Baselbieter Jura sind gut ausgebaut und erfordern keine alpine Erfahrung. Einige Passagen führen jedoch über felsigen Untergrund oder entlang von Aussichtsfelsen, wo etwas Trittsicherheit und Schwindelfreiheit gefragt sind. Absturzgefährliche Stellen sind in der Regel gut gesichert.

Bei Nässe oder Frost können die Kalkfelsen rutschig werden, weshalb du an solchen Tagen besonders vorsichtig sein solltest. Wenn du Höhenangst hast, kannst du die meisten Aussichtsfelsen auch aus sicherer Entfernung genießen, ohne bis an den Rand gehen zu müssen. Insgesamt sind die Grate aber für durchschnittlich geübte Wanderer gut machbar.

Ist der höchste Punkt des Baselbiets ein lohnendes Ziel?

Der Chellenchöpfli ist mit 1157 Metern der höchste Punkt des Kantons Baselland und definitiv ein lohnendes Wanderziel. Vom Gipfel aus genießt du ein weites Panorama über die Jurakämme, das Mittelland und die Alpenkette. Der Aufstieg lässt sich dank der Gondelbahn auf die Wasserfallen bequem verkürzen.

Der Weg zum Gipfel führt über typische Jura-Landschaften mit Alpweiden, Wetterföhren und Trockenwiesen. Besonders bei klarem Wetter ist die Aussicht atemberaubend. Der Gipfel ist auch für Familien gut erreichbar und bietet einen schönen Rastplatz für eine ausgiebige Pause.

Kann man auf dem Höhenweg zelten oder biwakieren?

Wildes Zelten ist in der Schweiz und damit auch im Baselbieter Jura in vielen Bereichen eingeschränkt oder verboten, insbesondere in Naturschutzgebieten und auf Trockenwiesen. Diese sensiblen Lebensräume beherbergen seltene Pflanzen und Tiere, die auf Ruhe angewiesen sind.

Wer draußen übernachten möchte, sollte sich an offizielle Möglichkeiten halten oder in einem der zahlreichen Berggasthöfe unterkommen. Ein einzelnes Biwak für eine Nacht oberhalb der Waldgrenze wird oft toleriert, sofern man rücksichtsvoll mit der Natur umgeht und keinen Müll hinterlässt. Informiere dich vorab über die lokalen Regelungen.

Gibt es unterwegs genügend Trinkwasserquellen?

Im Baselbieter Jura gibt es einige Brunnen und Quellen, allerdings ist deren Verteilung durch den Kalkuntergrund nicht überall gleichmäßig. Kalklandschaften speichern Wasser eher unterirdisch, weshalb offene Wasserstellen auf den Höhen seltener sind als in anderen Gebirgen.

Nimm daher ausreichend Wasser für die gesamte Etappe mit, besonders an heißen Sommertagen. In Dörfern und bei Berggasthöfen kannst du deine Vorräte auffüllen. Die Dorfbrunnen liefern in der Regel Trinkwasser, sofern nicht anders ausgeschildert. Plane deine Wasserversorgung immer im Voraus.

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