Alpines Tal mit Hochgebirge
Radfahren zwischen Dachstein und Schladminger Tauern: Wo Gletscher, Almen und Serpentinen aufeinandertreffen
Radeln am Dachstein & in den Tauern
Es gibt Momente auf dem Rad, in denen du kurz anhältst, den Helm ein Stück nach hinten schiebst und einfach nur schaust. In der Region zwischen Dachstein und Schladminger Tauern passiert dir das ziemlich oft. Vor dir thront das gewaltige Dachsteinmassiv mit seinem Gletscher, der selbst im Hochsommer weiß leuchtet, und hinter dir rollen die sanften, grünen Rücken der Schladminger Tauern ins Tal. Dazwischen: du, dein Rad und ein Netz aus Radwegen, Almstraßen und alpinen Passstraßen, das kaum Wünsche offenlässt.
Diese Region im steirischen Ennstal ist ein echtes Zweirad-Paradies mit Doppelcharakter. Auf der einen Seite der schroffe, felsige Dachstein im Norden, auf der anderen die weichen, weiten Almlandschaften der Tauern im Süden. Genau dieser Kontrast macht das Radfahren hier so abwechslungsreich: Am Vormittag rollst du gemütlich entlang der Enns durch saftige Wiesen, am Nachmittag kämpfst du dich – falls dir danach ist – die legendären Serpentinen zur Planai oder zum Hochwurzen hinauf.
Schladming ist das pulsierende Herz der Gegend, bekannt durch den Ski-Weltcup und den Nachtslalom, doch im Sommer verwandelt sich der Ort in ein Bike-Mekka. Rennradfahrer, Genussradler, Familien mit E-Bikes und Downhill-Verrückte auf der Bikepark-Planai – hier findet jeder seinen Rhythmus. Und wenn die Waden brennen, warten Almhütten mit Kaiserschmarrn, Buttermilch und einer Aussicht, die man nicht mit Worten bezahlen kann.
Dazu kommt ein Klima, das Radler lieben: Die Höhenlage sorgt für angenehme Temperaturen, während unten im Tal die Sonne über die Enns tanzt. Ob du dich für lange Genussetappen, knackige Bergwertungen oder wilde Trails begeisterst – zwischen Dachstein und Tauern schreibst du deine eigene Radgeschichte. Und die beginnt spätestens dann, wenn du merkst: Ein Tag reicht hier hinten und vorne nicht.
Topografie & Landschaft
Höhenlage
700 bis 2.995 m (Dachstein)
Geländecharakter
Asphaltradwege, Almstraßen, Trails
Infrastruktur
Sehr gut ausgebaut, radfreundlich
Beste Reisezeit
Mai bis Oktober
Was die Region zwischen Dachstein und Tauern so besonders macht
Der Dachstein – der stille Riese über allem
Egal, wohin du in dieser Region radelst, der Dachstein ist immer da. Mit seinen 2.995 Metern dominiert er den Horizont und wird schnell zu deinem persönlichen Kompass. Der Gletscher am Fuße des Massivs ist einer der wenigen in Österreich, den du das ganze Jahr über besuchen kannst – über die Dachstein-Gletscherbahn erreichst du eine Hängebrücke, die Treppe ins Nichts und den Skywalk, wo dir die Aussicht kurzzeitig die Sprache raubt.
Für Radfahrer ist der Dachstein vor allem eine grandiose Kulisse. Auf den Straßen rund um Ramsau am Dachstein rollst du direkt unter der Felswand entlang, während der Gletscher über dir hängt. Fotostopps sind hier praktisch Pflicht, und niemand wird dir übelnehmen, wenn du öfter mal absteigst, um den Moment festzuhalten.
Schladming – vom Bergbaudorf zum Sportzentrum
Schladming hat eine überraschend lange Geschichte: Einst war die Stadt ein bedeutendes Zentrum des Silber- und Kupferbergbaus, bevor sie zum weltbekannten Wintersportort wurde. Heute schlägt hier das sportliche Herz der Region. Die Fußgängerzone lädt nach der Radtour zum Bummeln ein, und die vielen Cafés und Wirtshäuser servieren steirische Klassiker.
Im Sommer ist Schladming der ideale Ausgangspunkt für Touren in alle Richtungen. Von hier aus erreichst du die vier Berge der Ski-amadé-Region – Planai, Hochwurzen, Hauser Kaibling und Reiteralm – die im Sommer zu Traumzielen für Bergradler werden. Der Ort ist ideal an den Ennstalradweg angebunden, sodass du zwischen entspanntem Talradeln und alpiner Herausforderung frei wählen kannst.
Almen, Seen und die Kulinarik der Tauern
Die Schladminger Tauern sind ein Paradies aus grünen Almen, kristallklaren Bergseen und urigen Hütten. Die berühmten Schladminger Tauern-Seen wie der Duisitzkarsee gelten als die schönsten der Ostalpen – tiefblau, umrahmt von Zirben und Felsen. Auch wenn du sie meist zu Fuß erreichst, führen dich Radwege bis an die Talschlüsse heran.
Kulinarisch ist die Region ein Fest. Auf den Almen bekommst du frischen Almkäse, Steirerkäse, Kaiserschmarrn und den berühmten Ennstaler Steirerkäse, der recht deftig daherkommt – ein echtes Erlebnis für mutige Gaumen. Dazu ein Glas Almmilch oder ein kühles Radler, und die Bergwertung ist schnell vergessen.
Wusstest du schon?
Die Dachstein-Südwandbahn transportiert dich auf über 2.700 Meter – und ja, viele Radler nehmen ihr Bike mit hinauf, um die berühmte Ramsauer Hochebene von oben zu bestaunen. Und ein weiterer Fakt: Schladming war 2013 Austragungsort der alpinen Ski-WM, was der ganzen Region einen enormen Infrastruktur-Schub verpasst hat – wovon heute auch Radfahrer profitieren.
Ein echter Geheimtipp ist die Ramsauer Panoramastraße: Sie liegt auf einem Sonnenplateau, ist herrlich zu radeln und bietet einen der schönsten Dachsteinblicke überhaupt. Viele Rennradfahrer schwören darauf, weil hier oben die Luft klar und der Verkehr überschaubar ist.
Warum Radfahrer hier ins Schwärmen geraten
Ein Revier für alle Radtypen
Was diese Region so besonders macht, ist ihre Vielseitigkeit. Kaum eine andere Gegend in den Alpen bringt Genussradeln, Rennradherausforderungen und Mountainbike-Abenteuer so nah zusammen. Familien mit E-Bikes fahren gemütlich am Ennstalradweg entlang, während wenige Kilometer weiter ambitionierte Rennradler die Serpentinen zur Planai bezwingen. Diese Bandbreite bedeutet: Du musst dich für nichts entscheiden.
Der große Vorteil liegt in den kurzen Wegen. Vom flachen Talboden bis zum hochalpinen Bergerlebnis sind es oft nur wenige Kilometer. So kannst du deine Tour exakt an deine Tagesform anpassen – und wenn die Beine streiken, hilft dir eine der zahlreichen Bergbahnen, die im Sommer Bikes transportieren, auf die Sprünge.
Der Ennstalradweg – Genuss ohne Reue
Der Ennstalradweg (R7) ist das entspannte Rückgrat der Region. Über weite Strecken flach und asphaltiert, folgt er dem Lauf der Enns durch das breite Tal. Links und rechts begleiten dich Bergpanoramen, während der Weg selbst kaum Steigungen kennt. Ideal für Familien, Genießer und alle, die die Landschaft ohne Wadenschmerz erleben wollen.
Das Schöne: Der Radweg verbindet zahlreiche Orte, Bahnhöfe und Einkehrmöglichkeiten. Du kannst also flexibel planen, mit dem Zug zurückfahren oder unterwegs spontan einen Abstecher zu einer Alm machen. Die gute Beschilderung sorgt dafür, dass du dich auf die Aussicht und nicht auf die Karte konzentrieren kannst.
Berg hinauf – für die Ehrgeizigen
Wer die Herausforderung sucht, ist hier goldrichtig. Die Auffahrten zur Planai, zum Hochwurzen und zur Reiteralm gehören zu den bekanntesten Bergwertungen der Steiermark. Steile Rampen, enge Kehren und ein Höhenprofil, das dir Respekt abverlangt – belohnt wird die Mühe mit einem Gipfelpanorama, das dir das Adrenalin durch die Adern jagt.
Für Rennradler ist die Region ein Trainingsparadies. Die Kombination aus langen Talpassagen zum Aufwärmen und knackigen Anstiegen macht sie ideal für ambitionierte Fahrer. Und keine Sorge: Oben warten fast überall Hütten mit Verpflegung, sodass du deine Kohlenhydratspeicher stilvoll wieder auffüllen kannst.
Mountainbike und Trails
Der Bikepark Planai zählt zu den Aushängeschildern für Downhill- und Freeride-Fans. Über Flowtrails und anspruchsvolle Abfahrten geht es rasant ins Tal, während die Gondel dich immer wieder bequem nach oben bringt. Aber auch abseits des Parks findest du unzählige Forststraßen und Singletrails, die durch Wälder und über Almen führen.
Naturerlebnisse gibt es hier im Überfluss: Murmeltiere pfeifen von den Hängen, Bäche rauschen neben dem Weg, und immer wieder öffnet sich der Blick auf den Dachstein. Genau diese Mischung aus sportlichem Nervenkitzel und alpiner Ruhe macht das Radfahren zwischen Dachstein und Tauern so unvergesslich.
Radlerfreundliche Unterkünfte rund um Dachstein und Schladminger Tauern
Die schönsten Radtouren am Dachstein und in den Schladminger Tauern
Ennstalradweg von Schladming nach Gröbming
Diese Genussetappe entlang des Ennstalradwegs (R7) ist der perfekte Einstieg in die Region. Du startest im Zentrum von Schladming und rollst entspannt entlang der Enns Richtung Osten. Der Weg verläuft überwiegend flach und asphaltiert, sodass du dich ganz auf die Landschaft konzentrieren kannst: rechts der Dachstein, links die grünen Rücken der Tauern.
Unterwegs passierst du Haus im Ennstal mit dem imposanten Hauser Kaibling im Rücken und weite Wiesenflächen, auf denen im Sommer das Heu duftet. In Gröbming, dem größten Markt der Region, lohnt sich eine Pause in einem der Gasthäuser. Wer mag, verlängert bis zum Aussichtspunkt oder kehrt bequem mit der Bahn nach Schladming zurück.
Die Tour ist ideal für Familien, Genussradler und E-Biker, die Natur ohne große Anstrengung erleben möchten. Rund 20 Kilometer pro Richtung, kaum Höhenmeter – dafür jede Menge Panorama.
Bergwertung zur Planai
Für alle, die es steil mögen, ist die Auffahrt zur Planai ein Muss. Vom Talort Schladming führt die schmale Bergstraße in engen Serpentinen hinauf zur Bergstation auf über 1.900 Metern. Die durchschnittlichen Steigungsprozente sind knackig, einzelne Rampen fordern deine ganze Kraft – dafür wirst du mit einem Rundumblick belohnt, der bis zum Dachsteingletscher reicht.
Der Anstieg gilt als eine der Klassiker-Auffahrten der Steiermark und ist bei Rennradlern wie E-Bikern gleichermaßen beliebt. Auf halber Höhe kannst du an einer der Hütten kurz verschnaufen und die Aussicht ins Ennstal genießen. Oben angekommen, wartet die Bergstation mit Einkehr und einem Panorama, das die Mühen sofort vergessen lässt.
Diese Tour ist für konditionsstarke Radler gedacht. Wer die Abfahrt scheut, kann bequem mit der Planai-Gondel zurück ins Tal fahren – Bikes werden transportiert.
Ramsauer Hochplateau-Runde am Fuße des Dachsteins
Diese Rundtour führt dich auf das sonnenverwöhnte Hochplateau von Ramsau am Dachstein. Vom Ort aus radelst du auf der Panoramastraße quer über die Hochebene, immer die gewaltige Dachstein-Südwand vor Augen. Die Straßen sind hier oben ruhig und weniger befahren, was das Radeln besonders angenehm macht.
Unterwegs kommst du an typischen Ramsauer Bauernhöfen, kleinen Kirchen und Almwiesen vorbei. Die Blicke auf den Gletscher und die Felswand begleiten dich fast durchgehend – kein Wunder, dass diese Gegend als eine der schönsten Fotokulissen der Alpen gilt. Zahlreiche Einkehrmöglichkeiten laden zu einer Pause mit regionalen Spezialitäten ein.
Die Runde eignet sich gut für ambitionierte Genussradler und E-Biker, da sie einige Höhenmeter mitbringt, aber technisch unkompliziert bleibt. Ein absolutes Highlight für alle, die dem Dachstein ganz nah sein wollen.
Reiteralm-Auffahrt mit Bergseeblick
Die Reiteralm oberhalb von Pichl-Preunegg ist ein weiteres Highlight für bergbegeisterte Radler. Die Straße windet sich in gleichmäßigen Kehren hinauf und bietet dabei immer wieder Ausblicke ins Ennstal und auf das gegenüberliegende Dachsteinmassiv. Oben angekommen, erwartet dich die Bergstation und der berühmte Spiegelsee, in dem sich der Dachstein bei ruhigem Wetter perfekt spiegelt.
Der Anstieg ist fordernd, aber gleichmäßiger als die Planai-Auffahrt, was ihn auch für ausdauernde E-Biker attraktiv macht. Auf der Reiteralm angekommen, lohnt sich eine ausgiebige Rast, bevor es entweder auf gleichem Weg oder mit der Gondel wieder hinabgeht.
Diese Tour verbindet sportliche Herausforderung mit einem Naturerlebnis der Extraklasse – der Spiegelsee gilt zu Recht als eines der beliebtesten Fotomotive der Schladminger Tauern.
Bikepark Planai – Flowtrails und Downhill
Für Adrenalinjunkies führt kein Weg am Bikepark Planai vorbei. Mit der Gondel geht es bequem samt Bike nach oben, von wo aus verschiedene Trails ins Tal führen. Vom flowigen Anfängertrail bis zur steilen Downhill-Strecke ist für jedes Level etwas dabei. Die Abfahrten sind bestens gepflegt und mit Sprüngen, Anliegern und Wellen gespickt.
Das Beste am Bikepark: Du kannst dank Gondel so oft hinauf, wie deine Kraft es zulässt. Anfänger üben auf den einfacheren Strecken ihre Technik, während erfahrene Fahrer sich auf den anspruchsvollen Lines austoben. Ausrüstung und E-Bikes lassen sich vor Ort leihen, und ein Fahrtechnikkurs hilft Einsteigern beim Start.
Diese Tour ist ideal für alle, die den Nervenkitzel suchen und Downhill oder Freeride erleben möchten – ohne sich vorher die Höhenmeter selbst erstrampeln zu müssen.
Preunegg- und Ursprungalm-Tour
Diese Mountainbike- und E-Bike-Tour führt dich durch das idyllische Preuneggtal hinauf zur Ursprungalm auf rund 1.600 Metern. Von Pichl-Preunegg aus folgst du der Almstraße entlang des Baches immer tiefer ins Tal hinein, vorbei an Wäldern und Weiden. Die Kulisse wird mit jedem Höhenmeter alpiner.
Die Ursprungalm ist ein beliebtes Ausflugsziel und Ausgangspunkt für Wanderungen zu den Giglachseen. Auf der Alm kannst du bei einer herzhaften Jause die urige Bergwelt genießen, bevor es wieder hinabgeht. Der Weg ist als Almstraße gut befahrbar, verlangt aber eine solide Grundkondition.
Die Tour eignet sich für Mountainbiker und E-Biker, die das ursprüngliche Almleben der Schladminger Tauern erleben wollen. Ruhe, Bergbäche und die Nähe zu den berühmten Seen machen diese Route zu einem echten Geheimtipp abseits der großen Bergbahnen.
Häufige Fragen
Ist die Region auch für Anfänger und Familien geeignet?
Absolut. Die Region zwischen Dachstein und Schladminger Tauern ist erstaunlich vielseitig und bietet gerade für Einsteiger und Familien ideale Bedingungen. Der Ennstalradweg (R7) verläuft über weite Strecken flach und asphaltiert entlang der Enns und ist damit perfekt für gemütliche Ausfahrten ohne große Anstrengung.
Familien schätzen zudem die vielen Einkehrmöglichkeiten, Spielplätze und Bademöglichkeiten entlang der Strecke. Wer höher hinaus möchte, kann auf E-Bikes oder die Bergbahnen zurückgreifen, die im Sommer Fahrräder transportieren. So lässt sich das alpine Erlebnis genießen, ohne dass die Kleinen an ihre Grenzen kommen.
Kann ich mein Rad in den Bergbahnen mitnehmen?
Ja, viele der Bergbahnen in der Ski-amadé-Region sind im Sommer auf Radfahrer eingestellt. Die Planai-Gondel etwa transportiert Bikes bequem nach oben, was besonders für Downhill-Fahrer und für alle praktisch ist, die die Abfahrt vermeiden möchten.
Es empfiehlt sich, vorab die aktuellen Betriebszeiten und eventuelle Sperrtage der jeweiligen Bahn zu prüfen, da diese saisonal variieren können. Für den Bike-Transport gibt es meist spezielle Tickets oder Bike-Tageskarten, die sich lohnen, wenn du mehrere Abfahrten planst.
Wann ist die beste Zeit zum Radfahren?
Die ideale Radsaison reicht in der Region etwa von Mai bis Oktober. Im Frühsommer sind die Almwiesen besonders grün und die Bergbäche führen viel Wasser, während der Hochsommer angenehme Temperaturen auf den höheren Lagen garantiert – während es im Tal auch mal richtig warm werden kann.
Der Herbst gilt bei vielen als Geheimfavorit: Die Luft ist klar, die Fernsicht auf den Dachstein oft spektakulär und die Wälder färben sich golden. Beachte allerdings, dass hochalpine Straßen und Bergbahnen ihren Betrieb je nach Wetterlage im Oktober einstellen.
Eignet sich die Region für Rennradfahrer?
Definitiv. Rennradfahrer finden hier ein wahres Trainingsparadies. Die langen, flachen Passagen im Ennstal eignen sich hervorragend zum Aufwärmen und für Grundlagenkilometer, während die anspruchsvollen Bergauffahrten zur Planai, zur Reiteralm oder zum Hochwurzen echte Herausforderungen bieten.
Besonders beliebt ist die Ramsauer Panoramastraße auf dem Sonnenplateau, die mit ruhigem Verkehr und einem grandiosen Dachsteinblick punktet. Viele Rennradler kombinieren mehrere Anstiege zu ambitionierten Tagestouren und genießen die Vielfalt aus Talkilometern und alpinen Bergwertungen.
Gibt es Möglichkeiten, ein E-Bike oder Mountainbike zu leihen?
Ja, in Schladming, Ramsau und den umliegenden Orten gibt es zahlreiche Verleihstationen und Sportgeschäfte, die E-Bikes, Mountainbikes und teils auch Rennräder anbieten. Viele Hotels und Pensionen verfügen zudem über eigene Leihräder oder kooperieren mit lokalen Verleihern.
Es lohnt sich, das Wunschmodell in der Hauptsaison vorab zu reservieren, besonders wenn du ein hochwertiges E-Mountainbike oder ein spezielles Downhill-Bike für den Bikepark suchst. Vor Ort bekommst du oft auch gleich hilfreiche Tourentipps und die passende Schutzausrüstung dazu.
Ist Radfahren mit Hund möglich?
Radfahren mit Hund ist in der Region grundsätzlich möglich, erfordert aber etwas Planung und Rücksicht. Auf dem flachen Ennstalradweg lassen sich entspannte Runden drehen, bei denen der Hund neben dem Rad herlaufen kann – vorausgesetzt, er ist entsprechend trainiert und das Tempo bleibt moderat.
Auf Almwegen und in Weidegebieten solltest du deinen Hund unbedingt an der Leine führen, da hier oft Weidevieh unterwegs ist. Achte gerade an heißen Tagen auf ausreichend Pausen, Wasser und Schatten. Für lange Bergauffahrten sind Hunde meist ungeeignet – hier bietet sich eher eine Kombination aus Radeln und Wandern an.
Wie gut ist die Beschilderung der Radwege?
Die Radwege in der Region sind sehr gut ausgeschildert, allen voran der Ennstalradweg, der als Teil des überregionalen Radwegenetzes durchgängig markiert ist. Auch die Mountainbike-Routen und Almwege sind in der Regel mit Wegweisern und Schwierigkeitsangaben versehen.
Trotzdem empfiehlt es sich, zusätzlich eine Wander- oder Radkarte oder eine GPS-App zu nutzen, besonders bei Touren in höhere Lagen. So behältst du stets den Überblick über Höhenmeter, Einkehrmöglichkeiten und mögliche Abkürzungen oder Alternativrouten.
Kann ich Radtouren mit der Bahn kombinieren?
Ja, das ist eine der großen Stärken der Region. Das Ennstal ist gut an das Bahnnetz angebunden, mit Bahnhöfen in Schladming, Haus im Ennstal, Gröbming und weiteren Orten. Viele Radler nutzen den Zug, um beispielsweise nur in eine Richtung zu radeln und bequem zurückzufahren.
Die Mitnahme von Fahrrädern in den Regionalzügen ist meist problemlos möglich, oft ist jedoch ein Fahrradticket erforderlich. In der Hauptsaison kann es zu Stoßzeiten voll werden, daher lohnt sich etwas Planung. So lassen sich flexible und entspannte Tagestouren gestalten.
Wie anspruchsvoll sind die Mountainbike-Trails?
Das Angebot reicht von einfachen Forststraßen und flowigen Anfängertrails bis zu anspruchsvollen Downhill-Strecken im Bikepark Planai. Für Einsteiger gibt es sanfte Almwege und markierte Touren mit moderater Steigung, während Fortgeschrittene technische Singletrails und steile Abfahrten finden.
Im Bikepark selbst sind die Strecken nach Schwierigkeitsgraden farblich markiert, ähnlich wie Skipisten. So kannst du dich schrittweise steigern. Für den Einstieg empfiehlt sich ein Fahrtechnikkurs, den mehrere Anbieter vor Ort veranstalten – das erhöht Sicherheit und Fahrspaß gleichermaßen.
Gibt es unterwegs genügend Einkehrmöglichkeiten?
Ja, an Einkehrmöglichkeiten mangelt es hier wirklich nicht. Entlang des Ennstalradwegs reihen sich Gasthäuser, Cafés und Buschenschanken, in denen du steirische Spezialitäten genießen kannst. Auf den Almen und Bergstationen warten urige Hütten mit Kaiserschmarrn, Almkäse und deftigen Jausen.
Gerade nach einer schweißtreibenden Bergauffahrt ist die Einkehr auf einer Hütte fast schon Pflichtprogramm. Viele Betriebe sind auf Radfahrer eingestellt und bieten neben Verpflegung auch Sitzgelegenheiten im Freien mit Panoramablick. Ein guter Grund, das Tempo bewusst herauszunehmen.
Brauche ich eine besondere Ausrüstung?
Für gemütliche Touren auf dem Ennstalradweg reicht ein verkehrssicheres Rad, ein Helm und wettertaugliche Kleidung. Da sich das Bergwetter jedoch schnell ändern kann, solltest du auch bei Sonnenschein immer eine Regenjacke und eine wärmere Schicht dabeihaben – gerade in höheren Lagen wird es rasch kühler.
Für Mountainbike-Touren und den Bikepark ist zusätzliche Schutzausrüstung wie Protektoren und Fullface-Helm ratsam. Ausreichend Wasser, ein kleines Reparaturset und Verpflegung gehören ohnehin in jeden Rucksack. Wer hoch hinaus will, sollte zudem an Sonnenschutz denken – die Bergsonne wird oft unterschätzt.
Ist die Region auch bei Regen einen Besuch wert?
Auch wenn Radfahren bei Sonnenschein am schönsten ist, muss ein Regentag nicht ins Wasser fallen. Die Dachstein-Gletscherbahn führt dich in eine faszinierende Eiswelt, und Attraktionen wie die Eishöhle oder der Skywalk sind auch bei durchwachsenem Wetter beeindruckend.
In Schladming selbst laden Cafés, Wellnessbereiche der Hotels und die Erlebnistherme in der Nähe zum Entspannen ein. Manche Radler nutzen Regentage bewusst als Ruhetag, um am nächsten Tag mit frischen Beinen wieder in die Berge zu starten. Das Bergwetter wechselt hier ohnehin oft schnell.