Almenland und Teichalm: Wo die Steiermark ihre schönste Almluft atmet
Wandern • Almenland und Teichalm

Almenland und Teichalm: Wo die Steiermark ihre schönste Almluft atmet

Weite Almwiesen, ein stiller Hochmoorteich und Kuhglocken so weit das Ohr reicht: Das Almenland ist Balsam für müde Großstadtseelen.

Wandern im Almenland & auf der Teichalm

Es gibt Landschaften, die man nicht einfach besucht, sondern die man fühlt. Das Almenland im steirischen Norden von Graz ist genau so eine. Hier, wo sich sanfte Almwiesen über die Hügel legen wie ein grüner, atmender Teppich, wird das Wandern zur reinsten Erholung. Kaum betrittst du die weiten Almflächen der Teichalm, spürst du diesen ganz eigenen Geruch nach frischem Gras, Kuhglocken und Bergluft, der sich sofort in deinem Kopf festsetzt und dich für den Rest des Tages grinsen lässt.

Das Almenland gehört zu den größten zusammenhängenden Almgebieten Mitteleuropas. Über hundert bewirtschaftete Almen prägen die Region rund um die Teichalm und Sommeralm, und mittendrin grasen zufrieden die berühmten Almochsen, deren Fleisch weit über die Steiermark hinaus geschätzt wird. Die Landschaft ist hier weder schroff noch dramatisch, sondern von einer wohltuenden Weichheit, die Familien, Genusswanderer und alle, die einfach mal durchatmen wollen, in ihren Bann zieht.

Die Teichalm selbst ist das Herzstück: ein Hochmoor mit stillem Teich, umringt von Lärchen und weitem Himmel. Von hier aus starten unzählige Wege in alle Richtungen, hinauf zum Teichalmboden, hinüber zur Sommeralm oder auf die aussichtsreichen Kuppen, von denen aus du an klaren Tagen bis zum Hochschwab und zu den Fischbacher Alpen blickst. Es ist eine Region, die keine Rekorde jagt, sondern das Wandern in seiner ehrlichsten Form feiert.

Und dann ist da noch die Kulinarik. Nach einer Tour über die Almen locken urige Hütten mit Brettljause, Almkäse und dem legendären Almochsen. Wer einmal hier war, versteht schnell, warum das Almenland als eine der genussvollsten Wanderregionen Österreichs gilt. Pack die Wanderschuhe ein, hier wartet die weiche Seite der Steiermark.

Topografie & Landschaft

Sanfte Almhügel und Hochmoor

Höhenlage

ca. 800 bis 1.600 m, höchster Punkt Teichalmboden-Region

Geländecharakter

Almwege, Wiesenpfade, Waldwege

Infrastruktur

Viele Hütten, gute Beschilderung

Beste Reisezeit

Mai bis Oktober

Navigation

Das macht das Almenland so unverwechselbar

Die Teichalm: Ein Hochmoor mit Seele

Der Teichalmsee ist so etwas wie das ruhige Herz der gesamten Region. Eingebettet in ein geschütztes Hochmoor auf rund 1.150 Metern liegt er da, oft spiegelglatt, umrahmt von Lärchen und Latschen. Ein leichter Rundweg führt dich einmal um das Wasser herum, vorbei an Holzstegen und Infotafeln, die dir verraten, welch seltene Pflanzen und Tiere hier zuhause sind. Das Hochmoor filtert nicht nur Wasser, sondern irgendwie auch die Gedanken, hier wird man automatisch langsamer.

Rund um den See findest du gleich mehrere Einkehrmöglichkeiten und einen der schönsten Ausgangspunkte für Familienwanderungen der Region. Im Winter verwandelt sich die Gegend übrigens in ein Langlauf- und Winterwanderparadies, doch das ist eine andere Geschichte. Wusstest du schon? Hochmoore wachsen nur etwa einen Millimeter pro Jahr, das Teichalmmoor ist damit ein echtes Naturdenkmal mit jahrtausendealter Geschichte unter deinen Füßen.

Almochsen, Almkäse und echte Genussmomente

Das Almenland trägt seinen Namen nicht umsonst. Über hundert bewirtschaftete Almen prägen die Region, und mit ihnen eine Kulinarik, die tief mit dem Land verwurzelt ist. Der Star der regionalen Küche ist der Almo, der Almochse, der seine Sommer auf den saftigen Weiden verbringt. Auf zahlreichen Hütten und in den Gasthöfen der Umgebung bekommst du sein Fleisch in bester Qualität, dazu Almkäse, Butter und Brot, das noch nach Handarbeit schmeckt.

Die klassische Brettljause auf einer Almhütte ist beinahe Pflichtprogramm. Setz dich auf eine sonnige Bank, lass die Kuhglocken im Hintergrund läuten und genieße Speck, Käse und ein kühles Getränk. Es ist diese unaufgeregte Genusskultur, die das Almenland so sympathisch macht, hier wird nicht inszeniert, hier wird gelebt.

Naturpark und lebendige Bergwelt

Das Almenland ist als Naturpark ausgewiesen, und das merkt man. Blumenwiesen, in denen im Frühsommer Enzian und Arnika blühen, dichte Mischwälder und weite Weideflächen bilden ein Mosaik, das Lebensraum für unzählige Arten ist. Auf einer Wanderung kannst du mit etwas Glück Rehe am Waldrand, Greifvögel am Himmel und die eine oder andere neugierige Kuh beobachten.

Ein besonderes Erlebnis ist der Wechsel der Jahreszeiten. Im Frühling explodiert die Landschaft förmlich in Grün, der Sommer bringt Almrausch und lange Wanderabende, und der Herbst taucht die Lärchen in leuchtendes Gold. Geheimtipp: Wer die Almen im September besucht, erlebt oft den Almabtrieb mit geschmückten Tieren, ein authentisches Fest, das nichts mit Touristenkitsch zu tun hat.

Land und Leute: Steirische Herzlichkeit

Die Menschen im Almenland sind bodenständig, humorvoll und aufrichtig gastfreundlich. In den Dörfern rund um Fladnitz, Passail und St. Kathrein begegnest du einer Kultur, die ihre Traditionen pflegt, ohne dabei verstaubt zu wirken. Handwerk, Musik und regionale Feste gehören hier zum Alltag.

Wer sich Zeit nimmt und mit den Wirtsleuten ins Gespräch kommt, bekommt oft die besten Tourentipps, jene, die in keinem Wanderführer stehen. Diese persönliche Note macht einen Aufenthalt im Almenland zu mehr als nur einem Wanderurlaub.

Warum Wandern hier ein Fest für die Sinne ist

Sanfte Wege für echten Wandergenuss

Das Almenland ist kein Ort für Adrenalinjunkies, und genau das ist seine Stärke. Die Wege führen über weite Almböden, durch lichte Wälder und über sanft geschwungene Kuppen. Statt steiler Klettereien erwartet dich ein rhythmisches, angenehmes Gehen, bei dem du den Kopf frei bekommst und den Blick über endlose Grüntöne schweifen lassen kannst. Das macht die Region zur idealen Kulisse für Genusswanderer, die die Landschaft in vollen Zügen aufsaugen wollen.

Die Beschilderung ist vorbildlich, das Wegenetz dicht und gut gepflegt. Ob kurze Runde oder ganztägige Almüberquerung, du findest praktisch für jede Kondition die passende Tour. Und das Beste: Fast immer liegt eine bewirtschaftete Hütte auf dem Weg, sodass die verdiente Pause nie weit ist.

Perfekt für Familien und Einsteiger

Kaum eine Region eignet sich besser für den Nachwuchs. Die weiten, ungefährlichen Almflächen laden Kinder zum Toben ein, es gibt Themenwege, Tiere zum Beobachten und flache Rundwege wie den Teichalmsee-Weg, den auch kleine Beine locker schaffen. Ein Kinderwagen kommt auf vielen Strecken sogar problemlos durch.

Auch Wander-Einsteiger fühlen sich hier sofort wohl. Die überschaubaren Höhenunterschiede und die kurzen Anfahrtswege zu den Ausgangspunkten machen es leicht, spontan loszuziehen. Wer bislang dachte, Wandern sei anstrengend und trocken, wird im Almenland vermutlich eines Besseren belehrt.

Aussichten, die im Gedächtnis bleiben

Trotz der sanften Charakteristik fehlt es nicht an großartigen Panoramen. Von den höheren Kuppen der Sommeralm und vom Teichalmboden aus reicht der Blick an klaren Tagen weit über die Fischbacher Alpen bis zum mächtigen Hochschwab. Wenn morgens Nebelschwaden über den Almwiesen liegen und die ersten Sonnenstrahlen die Landschaft golden färben, entstehen Momente, die man am liebsten für immer festhalten würde.

Besonders lohnend sind Touren in den frühen Morgenstunden oder am späten Nachmittag, wenn das Licht weich wird und die Weiden zu glühen scheinen. Fotografen kommen hier voll auf ihre Kosten, aber ehrlich gesagt braucht man gar keine Kamera, diese Bilder brennen sich ganz von selbst ins Gedächtnis.

Wandern zu jeder Jahreszeit

Von Mai bis Oktober zeigt sich das Almenland von seiner freundlichsten Seite. Der Frühsommer verwöhnt mit blühenden Wiesen, der Hochsommer bietet angenehme Höhenluft, während sich die Hitze im Tal staut, und der Herbst besticht mit klarer Fernsicht und goldenen Lärchen. Doch auch im Winter bleibt die Region lebendig, präparierte Winterwanderwege und Langlaufloipen laden zum Schneegenuss ein.

Diese Vielseitigkeit macht das Almenland zu einem Ganzjahresziel. Egal wann du kommst, du findest immer eine passende Runde und mit ziemlicher Sicherheit eine warme Hütte, in der du dich niederlassen kannst.

Gemütlich übernachten mitten im Almenland

Die schönsten Wanderungen im Almenland

Teichalmsee-Rundweg

Der Klassiker für den sanften Einstieg: Der Rundweg um den Teichalmsee ist rund drei Kilometer lang, nahezu eben und damit perfekt für Familien, ältere Wanderer und alle, die einfach entspannt ankommen wollen. Startpunkt ist der große Parkplatz an der Teichalm, von wo aus du gemütlich auf gut ausgebauten Wegen und Holzstegen einmal um den See herumgehst.

Unterwegs führt dich der Weg durch das geschützte Hochmoor, vorbei an Infotafeln, die dir die Besonderheiten der Moorlandschaft erklären. Zwischen Lärchen und Latschen eröffnen sich immer wieder wunderbare Blicke auf den spiegelnden See. Kinder lieben die Stege und die Möglichkeit, Enten und andere Wassertiere zu beobachten.

Für die knapp einstündige Runde brauchst du keinerlei alpine Erfahrung. Wer mag, kehrt anschließend in einem der Gasthöfe direkt am Ufer ein. Ein idealer Auftakt für jeden Almenland-Aufenthalt und ein Weg, der bei jedem Wetter seinen Reiz behält.

Von der Teichalm zur Sommeralm

Diese aussichtsreiche Almüberquerung verbindet die beiden bekanntesten Almen der Region. Vom Teichalmsee wanderst du über den Teichalmboden hinauf und folgst den gut markierten Wegen in Richtung Sommeralm. Auf rund zwölf Kilometern erlebst du das Almenland in seiner ganzen Weite, offene Weideflächen, grasende Almochsen und ein Panorama, das sich mit jedem Höhenmeter öffnet.

Der Weg ist mittelschwer und verlangt etwas Kondition, technisch aber unproblematisch. Immer wieder passierst du bewirtschaftete Almhütten, in denen du dir eine Brettljause oder einen Almkäse gönnen kannst. Von den höchsten Punkten reicht der Blick an schönen Tagen bis zum Hochschwab und zu den Fischbacher Alpen.

Besonders schön ist diese Tour im Frühsommer, wenn die Wiesen in voller Blüte stehen, oder im Herbst mit klarer Fernsicht. Plane rund vier bis fünf Stunden ein und genieße das Gefühl, mitten durch eines der größten Almgebiete Mitteleuropas zu wandern.

Rundwanderung über den Rabenwald

Wer es etwas ruhiger und waldiger mag, ist auf der Rundwanderung durch den Rabenwald bei Anger richtig aufgehoben. Diese Tour führt dich durch dichte Mischwälder und über kleine Lichtungen, abseits der stärker besuchten Almwege. Der Wechsel aus schattigen Waldpassagen und sonnigen Aussichtspunkten macht die etwa zehn Kilometer lange Runde abwechslungsreich.

Der Rabenwald ist bekannt für seine besondere Geologie und war früher Schauplatz des Talkbergbaus. Entlang des Weges erfährst du auf Infotafeln mehr über die Geschichte der Region. Die kühle Waldluft macht diese Tour gerade an heißen Sommertagen zu einer angenehmen Wahl.

Die Wanderung ist als Rundweg angelegt und erfordert eine gewisse Grundkondition, ist aber für geübte Familien ebenfalls machbar. Einkehrmöglichkeiten findest du in den Ortschaften am Rand des Waldgebiets. Eine Tour für alle, die das Almenland von seiner stilleren, verwunschenen Seite kennenlernen wollen.

Auf den Teichalmboden und zum Aussichtspunkt

Diese kompakte Halbtagestour startet ebenfalls an der Teichalm und führt hinauf auf den Teichalmboden, eine weite, sanft gewellte Hochfläche mit fantastischem Rundblick. Der Aufstieg erfolgt über gut begehbare Almwege und ist auch für weniger geübte Wanderer gut zu schaffen.

Oben angekommen belohnt dich ein grandioses Panorama über das gesamte Almenland. Hier oben grasen Kühe, der Wind streicht durchs Gras und die Ruhe ist beinahe greifbar. Ideal, um sich auf eine Bank zu setzen, die Jause auszupacken und den Blick schweifen zu lassen.

Für die rund sieben Kilometer lange Runde solltest du zwei bis drei Stunden einplanen. Die Tour eignet sich hervorragend als Nachmittagswanderung und lässt sich prima mit einer Einkehr auf einer der zahlreichen Almhütten kombinieren. Ein echter Geheimtipp für alle, die viel Aussicht bei überschaubarem Aufwand suchen.

Almenland-Panoramaweg um Fladnitz

Rund um Fladnitz an der Teichalm führt ein aussichtsreicher Panoramaweg, der die typische Kulturlandschaft der Region ideal einfängt. Die Tour verläuft über Feldwege, sanfte Wiesenhänge und durch kleine Waldstücke und zeigt dir, wie eng hier Landwirtschaft, Natur und Erholung miteinander verwoben sind.

Unterwegs eröffnen sich immer wieder weite Ausblicke auf die umliegenden Almen und die Bergketten am Horizont. Der Weg ist gut markiert und lässt sich je nach Kondition in verschiedenen Längen gehen. Kleine Kapellen und Bildstöcke am Wegesrand erzählen von der Frömmigkeit und Tradition der Region.

Diese Runde eignet sich besonders gut für einen entspannten Wandertag mit Einkehr in einem der Dorfgasthöfe von Fladnitz. Rechne je nach gewählter Variante mit zwei bis vier Stunden. Eine Tour, die das Almenland fernab der Hauptwege authentisch erlebbar macht und sich wunderbar mit einem kulinarischen Abschluss verbinden lässt.

Häufige Fragen

Ist das Almenland zum Wandern mit Kindern geeignet?

Absolut, das Almenland gehört zu den familienfreundlichsten Wanderregionen der Steiermark. Die weiten, ungefährlichen Almflächen bieten Kindern viel Bewegungsfreiheit, und die meisten Wege sind sanft und ohne ausgesetzte Passagen.

Der Teichalmsee-Rundweg ist etwa flach und teils sogar mit dem Kinderwagen befahrbar. Unterwegs gibt es Tiere zu beobachten, Themenwege zum Entdecken und viele Hütten für gemütliche Pausen. Kurze Distanzen und schnelle Einkehrmöglichkeiten sorgen dafür, dass auch kleine Wanderer motiviert bleiben. Ein ideales Ziel für den ersten gemeinsamen Wanderurlaub.

Kann ich meinen Hund mitnehmen?

Ja, das Almenland ist grundsätzlich hundefreundlich und eignet sich gut für Wanderungen mit Vierbeiner. Die weiten Wege und Wälder bieten viel Platz zum Schnüffeln und Erkunden.

Wichtig ist allerdings die Rücksicht auf die Weidetiere. Da hier zahlreiche Almen bewirtschaftet werden und oft Kühe mit Kälbern auf den Flächen stehen, solltest du deinen Hund unbedingt an der Leine führen und Abstand zu den Tieren halten. Nähere dich niemals zwischen Kuh und Kalb. Wasser für den Hund solltest du mitnehmen, viele Hütten stellen aber auch gerne einen Napf bereit. So wird die Tour für alle ein Vergnügen.

Wie komme ich am besten zur Teichalm?

Die Teichalm liegt rund 40 Kilometer nördlich von Graz und ist mit dem Auto am bequemsten zu erreichen. Von Graz aus fährst du über Weiz oder Passail in Richtung Fladnitz an der Teichalm und folgst der Beschilderung. Direkt an der Alm findest du großzügige Parkplätze.

Mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist die Anreise etwas aufwendiger, in der Hauptsaison gibt es aber teils Wanderbusse, die die Region erschließen. Es lohnt sich, vorab die aktuellen Fahrpläne zu prüfen. Wer flexibel bleiben möchte und mehrere Ausgangspunkte ansteuern will, ist mit dem eigenen Fahrzeug klar im Vorteil.

Welche Wanderausrüstung brauche ich?

Für die meisten Touren im Almenland reicht eine solide, knöchelhohe Wanderschuhausstattung völlig aus. Da die Wege überwiegend gut ausgebaut und wenig technisch sind, brauchst du keine alpine Spezialausrüstung.

Denk dennoch an wetterfeste Kleidung, denn das Bergwetter kann rasch umschlagen. Eine Regenjacke, eine wärmere Schicht und Sonnenschutz gehören ins Gepäck. Ausreichend Wasser und eine kleine Jause sind immer sinnvoll, auch wenn Hütten meist nicht weit sind. Wanderstöcke können auf den längeren Almüberquerungen angenehm sein, sind aber kein Muss. Insgesamt ist das Almenland auch für unkompliziertes Wandern bestens geeignet.

Wann ist die beste Zeit zum Wandern?

Die Hauptsaison liegt zwischen Mai und Oktober. Der Frühsommer verzaubert mit blühenden Almwiesen, während der Hochsommer angenehme Höhenluft bietet, wenn es im Tal drückend heiß wird. Der Herbst punktet mit klarer Fernsicht und den golden leuchtenden Lärchen.

Ein besonderes Erlebnis ist der September, wenn vielerorts der Almabtrieb gefeiert wird. Auch der Winter hat seinen Reiz mit präparierten Winterwanderwegen und Langlaufloipen. Für klassische Bergwanderungen empfehlen wir jedoch die schneefreien Monate. Grundsätzlich gilt: Zu fast jeder Jahreszeit findest du hier ein passendes Wandererlebnis.

Gibt es genügend Einkehrmöglichkeiten?

Ja, und das ist eine der großen Stärken der Region. Rund um die Teichalm und über die Almen verteilt findest du zahlreiche bewirtschaftete Hütten und Gasthöfe. Fast auf jeder Tour liegt zumindest eine Einkehrmöglichkeit am Weg.

Hier bekommst du regionale Spezialitäten wie die berühmte Brettljause, Almkäse und natürlich Gerichte vom Almochsen. Viele Hütten haben von Frühling bis Herbst geöffnet, im Winter passen sich die Öffnungszeiten der Saison an. Es empfiehlt sich, bei größeren Gruppen vorab anzurufen. Hunger leiden wirst du im Almenland jedenfalls garantiert nicht.

Sind die Wege gut beschildert?

Die Beschilderung im Almenland ist vorbildlich und wird regelmäßig gepflegt. Die Wanderwege sind mit den üblichen rot-weiß-roten Markierungen sowie mit Wegweisern versehen, die Ziele und meist auch Gehzeiten angeben.

Trotzdem empfiehlt sich für längere Touren wie die Almüberquerungen eine Wanderkarte oder eine Tourenapp auf dem Smartphone. Gerade bei Nebel auf den weiten Almflächen kann die Orientierung sonst schwieriger werden. Für die klassischen Rundwege reicht die Beschilderung aber locker aus. Insgesamt ist das Wegenetz dicht, logisch aufgebaut und auch für Ortsunkundige gut zu bewältigen.

Eignet sich das Almenland für ungeübte Wanderer?

Hervorragend sogar. Das Almenland ist geradezu prädestiniert für Einsteiger und Gelegenheitswanderer. Die sanften Hügel, die moderaten Höhenunterschiede und die kurzen Anfahrtswege machen es leicht, ohne großen Aufwand loszuziehen.

Du kannst mit kurzen Rundwegen wie dem Teichalmsee-Weg beginnen und dich langsam zu längeren Touren steigern. Es gibt keinen Druck, keine ausgesetzten Kletterpassagen und immer eine Hütte in der Nähe. Genau diese Entspanntheit macht die Region so beliebt bei Menschen, die das Wandern erst für sich entdecken oder einfach nur genießen wollen, statt Höhenmeter zu sammeln.

Kann man im Almenland auch mehrere Tage wandern?

Definitiv. Das dichte Wegenetz erlaubt es, problemlos mehrere Tage in der Region zu verbringen, ohne dass es langweilig wird. Du kannst verschiedene Almen erkunden, den Rabenwald durchstreifen und die Panoramawege rund um die Ortschaften erwandern.

Übernachtungsmöglichkeiten gibt es reichlich, von gemütlichen Gasthöfen über Pensionen bis zu Hotels. Eine mehrtägige Wanderbasis eignet sich ideal, um jeden Tag eine andere Tour anzugehen. Wer möchte, kann sein Programm auch mit kulinarischen Erlebnissen und Besuchen bei regionalen Produzenten ergänzen. So wird aus dem Wanderurlaub ein rundum entspannter Kurzurlaub.

Was macht den Almochsen so besonders?

Der Almochse, liebevoll Almo genannt, ist das kulinarische Aushängeschild der Region. Die Tiere verbringen ihre Sommer auf den saftigen Almweiden, was dem Fleisch seinen besonders zarten und aromatischen Charakter verleiht.

Die naturnahe Haltung und die kontrollierte regionale Herkunft haben den Almo weit über die Steiermark hinaus bekannt gemacht. In vielen Gasthöfen und auf Almhütten kannst du Gerichte vom Almochsen probieren, von deftigen Braten bis zu feinen Steaks. Für Genusswanderer ist eine Verkostung fast schon ein Muss. Der Almo ist damit ein Paradebeispiel dafür, wie eng Landschaft, Landwirtschaft und Kulinarik im Almenland zusammenhängen.

Gibt es geführte Wanderungen?

Ja, in der Region werden regelmäßig geführte Wanderungen und Themenwanderungen angeboten, etwa zur Tier- und Pflanzenwelt, zum Hochmoor oder zu kulinarischen Stationen. Erfahrene Guides erzählen dabei viel Wissenswertes über Natur, Geschichte und Kultur.

Solche Touren sind besonders empfehlenswert, wenn du die Region tiefer verstehen und Geheimtipps abseits der bekannten Wege entdecken möchtest. Informationen zu Terminen bekommst du am besten beim örtlichen Tourismusverband oder direkt bei deiner Unterkunft. Für Familien gibt es teils spezielle Erlebnisprogramme. Eine geführte Tour ist eine schöne Möglichkeit, das Almenland mit anderen Augen zu sehen.

Wie anspruchsvoll sind die Almüberquerungen?

Die Almüberquerungen, etwa von der Teichalm zur Sommeralm, sind als mittelschwer einzustufen. Technisch stellen sie keine besonderen Anforderungen, da die Wege gut ausgebaut und nicht ausgesetzt sind. Es braucht aber eine gewisse Grundkondition für die Distanzen und Höhenunterschiede.

Rechne für die längeren Touren mit vier bis fünf Stunden Gehzeit. Wer regelmäßig wandert, wird damit keine Probleme haben. Auch geübte Familien können solche Strecken meistern, sollten aber ausreichend Pausen einplanen. Dank der zahlreichen Hütten am Weg lässt sich die Tour gut portionieren. Insgesamt sind die Überquerungen ein lohnender Mittelweg zwischen gemütlicher Runde und anspruchsvollem Bergtag.

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