Gletschertal mit steiler Sonnenterrasse
Aletsch Arena mit dem Rad: Über den Gletscher-Balkon des Wallis
Radfahren in der Aletsch Arena
Oben liegt Eis, unten fließt die Rhone, und dazwischen liegst du mit deinem Rad genau richtig. Die Aletsch Arena ist jener sonnenverwöhnte Balkon über dem Wallis, an dessen Rücken sich der größte Gletscher der Alpen entlangschiebt – der Grosse Aletschgletscher, 20 Kilometer purer, blaugrauer Eisstrom, seit 2001 UNESCO-Welterbe. Und obwohl das ganze Panorama nach Bergsteigen und Steigeisen schreit, ist es tatsächlich das Radfahren, das dir hier eine erstaunlich zugängliche Bühne bietet.
Die autofreien Dörfer Riederalp, Bettmeralp und Fiescheralp thronen auf der Sonnenterrasse, während sich im Tal die Rhone durch das Goms und das Oberwallis zieht. Genau dort, entlang des Flusses, rollt einer der schönsten Radwege der Schweiz nahezu eben dahin – ein Genuss für alle, die lieber die Landschaft als die Wadenmuskeln bestaunen. Wer es dagegen kernig mag, findet an den Hängen zwischen Mörel, Fiesch und den Höhendörfern knackige Anstiege, verwegene E-Bike-Aufstiege und Trails, die das Herz höherschlagen lassen.
Was diese Region so besonders macht, ist der Kontrast: Kastanienwälder und Föhrenhänge im Tal, Lärchenwiesen und Bergseen auf mittlerer Höhe, darüber die ewige Kälte des Gletschers. Innerhalb weniger Höhenmeter wandert man durch mehrere Klimazonen – und mit modernen E-Bikes und den zahlreichen Bergbahnen wird selbst die anspruchsvollste Höhenlage plötzlich greifbar. Du kannst hinauffahren lassen und die Abfahrt genießen, oder dich Meter für Meter selbst nach oben kämpfen.
Dazu kommt das Licht des Wallis, dieses trockene, klare Sonnenlicht, das die Region zu einer der niederschlagsärmsten der Schweiz macht. Es ist dieses Zusammenspiel aus Eis, Sonne und Weite, das die Aletsch Arena zu einem Radrevier macht, das man nicht so schnell vergisst.
Topografie & Landschaft
Höhenlage
650 m bis 2927 m (Eggishorn)
Geländecharakter
Asphaltradwege, Bergstraßen, alpine Trails
Infrastruktur
Bergbahnen, autofreie Dörfer, Bahnanschluss
Beste Reisezeit
Ende Mai bis Oktober
Zwischen Eisstrom und Sonnenhang: Highlights der Aletsch Arena
Der Grosse Aletschgletscher – das eisige Herzstück
Er ist der Grund, warum die ganze Region ihren Namen trägt: der Grosse Aletschgletscher, mit rund 20 Kilometern Länge der mächtigste Eisstrom der Alpen. Von den Aussichtspunkten Eggishorn, Bettmerhorn und Moosfluh blickst du auf ein Panorama, das dich vom Sattel steigen lässt. Der Gletscher schiebt sich in sanften Bögen durchs Gebirge, gesäumt von Viertausendern, und wirkt aus der Ferne wie ein eingefrorener Fluss, der auf sein Tauwetter wartet.
Für Radfahrer ist der Gletscher weniger Ziel als ständiger Begleiter: Immer wieder taucht er zwischen Lärchen und Felskanten auf, wenn du auf den Höhenwegen unterwegs bist. Wusstest du schon, dass der Aletschgletscher pro Jahr mehrere Meter talwärts fließt und gleichzeitig deutlich schrumpft? Wer ihn heute sieht, betrachtet ein Naturmonument im Wandel – ein Argument mehr, das Rad zu satteln und selbst hinzufahren.
Autofreie Sonnendörfer Riederalp, Bettmeralp und Fiescheralp
Die drei Höhendörfer der Aletsch Arena haben eine Eigenheit, die im Alpenraum selten geworden ist: Sie sind autofrei. Erreichbar nur per Seilbahn, herrscht hier oben eine wohltuende Ruhe, die man beim Radfahren als Wohltat empfindet. Elektrofahrzeuge und Fußgänger prägen das Bild, und die Luft riecht nach Lärchenharz statt nach Abgasen.
Rund um Riederalp und Bettmeralp findest du liebevoll gepflegte Wege, urige Chalets und kleine Kapellen, die von der tiefen Verwurzelung der Walliser mit ihrer Bergheimat erzählen. Der Bettmersee lädt zur Pause ein, spiegelt bei Windstille die umliegenden Gipfel und ist im Sommer ein beliebter Badeplatz. Ein Geheimtipp: Fahr am frühen Morgen hinauf, wenn die Tagesgäste noch im Tal sind – dann gehört die Sonnenterrasse fast dir allein.
Kulinarik zwischen Käse, Roggenbrot und Safran
Das Wallis ist ein kulinarisches Kraftzentrum, und das schmeckt man auch in der Aletsch Arena. Der Walliser Raclette-Käse, der Alpkäse von den Hochweiden und das kräftige Roggenbrot AOP gehören zu den Klassikern, die nach einer Radtour wie eine Belohnung wirken. Dazu ein Gläschen Fendant oder ein alkoholfreier Traubensaft aus dem Rhonetal – und die Beine fühlen sich gleich leichter an.
Wer tiefer eintauchen will, sollte im Tal die Weinterrassen und Trockensteinmauern erkunden, die das Landschaftsbild prägen. Und wusstest du schon, dass im nahen Mund der einzige Safran der Schweiz angebaut wird? Diese Region lebt von kleinen, kostbaren Besonderheiten, die man am besten mit ein bisschen Muße und knurrendem Magen entdeckt.
Land, Leute und das Licht des Wallis
Die Menschen im Oberwallis sind bodenständig, direkt und herzlich – und sie sprechen einen Dialekt, der selbst Deutschschweizern gelegentlich Rätsel aufgibt. Doch keine Sorge: Ein freundliches Grüezi oder Salü öffnet Türen, und wer nach einem Tipp fragt, bekommt meist gleich noch eine Geschichte dazu.
Das Wallis gehört zu den trockensten und sonnigsten Regionen der Schweiz, was die Aletsch Arena zu einem verlässlichen Radrevier macht. Föhrenwälder, Trockenwiesen und Kastanienhaine unten im Tal stehen im spannenden Kontrast zur alpinen Welt oben. Diese Vielfalt auf engstem Raum ist es, die Radfahrer immer wieder staunen lässt.
Warum die Aletsch Arena ein Traum für Radfahrer ist
Ein Revier für Genießer und Ehrgeizige zugleich
Radfahren in der Aletsch Arena bedeutet, sich zwischen zwei Welten entscheiden zu dürfen – oder beide zu verbinden. Unten im Rhonetal rollt der nahezu flache Rhone-Radweg dahin, ideal für Familien, Genussradler und alle, die Kilometer sammeln wollen, ohne sich zu quälen. Oben an den Sonnenhängen dagegen warten steile Rampen, Höhenmeter satt und das erhabene Gefühl, sich den Ausblick redlich verdient zu haben.
Gerade das E-Bike hat die Region regelrecht demokratisiert. Wo früher nur trainierte Rennradfahrer die Aufstiege bewältigten, kurbeln heute auch Familien und Wiedereinsteiger entspannt auf die Höhendörfer. Die Kombination aus Muskelkraft und Motor macht Anstiege möglich, die sonst außer Reichweite lägen – und lässt am Ende trotzdem genug Herzklopfen für ein echtes Bergerlebnis übrig.
Wege, Beläge und was dich erwartet
Im Tal fährst du überwiegend auf asphaltierten oder gut verdichteten Radwegen, die durch Obstgärten, entlang der Rhone und durch charmante Dörfer führen. Diese Strecken sind bestens beschildert und Teil des schweizweiten Veloroutennetzes, sodass Verfahren nahezu ausgeschlossen ist.
An den Hängen wechseln sich schmale Bergstraßen, Schotterwege und alpine Trails ab. Wer Mountainbike fährt, findet rund um Fiesch, Bettmeralp und Riederalp abwechslungsreiches Gelände mit Wurzelpassagen, felsigen Abschnitten und flowigen Abfahrten. Wichtig ist, die Höhenlage nicht zu unterschätzen: Die Anstiege können lang und steil werden, und das Wetter im Gebirge wechselt schneller, als einem lieb ist.
Aussichtspunkte, die den Schweiß wert sind
Die großen Belohnungen dieser Region tragen Namen wie Moosfluh, Bettmerhorn und Eggishorn. Sie sind teils per Bergbahn erreichbar, teils per Bike anfahrbar, und alle bieten dieses eine unvergleichliche Bild: den Aletschgletscher in seiner ganzen Länge. Wer sein Rad an der Talstation zurücklässt und die letzten Meter zu Fuß erklimmt, wird mit einem Panorama belohnt, das man nicht vergisst.
Auch entlang der Höhenwege reihen sich Aussichtsplätze aneinander, an denen sich Bergseen, Viertausender und Lärchenwälder zu einem Gesamtbild fügen. Es lohnt sich, immer wieder anzuhalten – nicht nur zum Verschnaufen, sondern um zu begreifen, in welch außergewöhnlicher Kulisse man hier unterwegs ist.
Für wen sich die Aletsch Arena besonders eignet
Familien lieben die entspannten Talrouten und die Kombination aus Radfahren, Baden am Bergsee und Bergbahnfahrten. E-Biker schätzen die Möglichkeit, große Höhenunterschiede zu bewältigen, ohne am Ende völlig ausgelaugt zu sein. Und ambitionierte Rennrad- oder Mountainbikefahrer finden Anstiege und Trails, die auch geübte Beine fordern.
Egal, zu welcher Gruppe du gehörst: Die Aletsch Arena bietet dir die seltene Freiheit, dein Tempo und deinen Anspruch selbst zu wählen. Genau diese Flexibilität, verbunden mit dem einzigartigen Gletscherpanorama, macht das Radfahren hier zu einem Erlebnis der besonderen Art.
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Die schönsten Radtouren rund um die Aletsch Arena
Rhone-Radweg von Fiesch nach Brig
Diese Etappe des offiziellen Rhone-Radwegs (Veloroute 1) gehört zu den entspanntesten und lohnendsten Talfahrten des Oberwallis. Du startest in Fiesch, dem Tor zur Aletsch Arena, und folgst dem jungen Rhonefluss talabwärts durch Lax, Grengiols und Mörel-Filet bis nach Brig. Der Weg verläuft überwiegend flach und gut asphaltiert, sodass du dich ganz auf die Landschaft konzentrieren kannst.
Unterwegs begleiten dich Föhrenwälder, Obstgärten und die typischen Walliser Trockenmauern. Immer wieder öffnet sich der Blick auf die steilen Talflanken, an denen weit oben die Sonnendörfer kleben. In Mörel lohnt ein Halt an der Talstation der Riederalp-Bahn, und in Brig krönt das prächtige Stockalperschloss das Ziel.
Die Tour eignet sich hervorragend für Familien und Genussradler, da sie kaum Steigungen aufweist und dank Bahnhöfen entlang der Strecke jederzeit abgekürzt werden kann. Für die Rückfahrt nimmst du bequem den Zug – die Matterhorn-Gotthard-Bahn transportiert Fahrräder zuverlässig durchs Tal.
E-Bike-Aufstieg von Mörel zur Riederalp
Wer den Reiz der autofreien Höhendörfer selbst erfahren will, findet in dieser E-Bike-Tour die perfekte Herausforderung. Von Mörel im Tal führt die kurvenreiche Bergstraße hinauf zur Riederalp auf rund 1900 Metern. Der Aufstieg überwindet einige Hundert Höhenmeter und verlangt auch mit Motorunterstützung ein solides Durchhaltevermögen.
Belohnt wirst du mit jedem Höhenmeter durch einen weiteren Ausblick ins Rhonetal, das immer kleiner unter dir liegt. Oben angekommen, tauchst du in die ruhige Welt der Sonnenterrasse ein, wo Lärchenwiesen, Chalets und die kleine Kapelle das Bild prägen. Ein Abstecher zum Aussichtspunkt Moosfluh, per Bahn erreichbar, liefert den ersten großen Gletscherblick.
Diese Route ist ideal für konditionsstarke Genussradler und E-Biker, die das Bergerlebnis suchen, ohne sich völlig zu verausgaben. Wer möchte, lässt sich für die Abfahrt Zeit oder nutzt die Seilbahn für den bequemen Rücktransport ins Tal.
Bergsee-Runde auf der Bettmeralp
Ganz oben auf der Sonnenterrasse, rund um die autofreie Bettmeralp, lässt sich eine gemütliche Runde drehen, die vor allem Familien und entspannte Radler begeistert. Vom Dorf aus rollst du auf gut ausgebauten Wegen zum idyllischen Bettmersee, der bei Windstille die umliegenden Gipfel spiegelt und im Sommer zum Baden einlädt.
Die Runde führt durch Lärchenwiesen und vorbei an urigen Alphütten, immer mit dem Blick auf die alpine Bergwelt im Hintergrund. Da die Höhendörfer autofrei sind, fährst du ohne störenden Verkehr und kannst die frische Bergluft in vollen Zügen genießen. Wer mag, verlängert die Tour mit einer Auffahrt per Bahn zum Bettmerhorn, dem großen Gletscher-Balkon.
Diese Route ist kurz, aber intensiv im Erlebnis: Sie verbindet Radfahren, Naturgenuss und die Möglichkeit einer erfrischenden Badepause. Perfekt für einen halben Tag, an dem man das Tempo bewusst herausnimmt und einfach die Höhe genießt.
Goms-Runde entlang der jungen Rhone
Etwas oberhalb von Fiesch beginnt das Goms, jenes weite Hochtal, das zu den schönsten Radregionen des Wallis zählt. Von Fiesch aus folgst du dem Rhone-Radweg flussaufwärts Richtung Münster und Oberwald, vorbei an sonnengebräunten Holzdörfern wie Reckingen, Gluringen und Ulrichen, deren dunkle Häuser und weiße Kirchen ein postkartenreifes Bild ergeben.
Das Tal ist breit, das Gefälle sanft, und die Rhone begleitet dich als klarer Gebirgsbach. Rundherum erheben sich die Berge, und die Luft ist von jener trockenen Klarheit, für die das Wallis berühmt ist. Immer wieder laden Dorfbrunnen und kleine Gasthäuser zu Pausen ein, in denen Walliser Spezialitäten wie Trockenfleisch und Roggenbrot warten.
Die Tour ist landschaftlich hochwertig und dank moderater Steigungen auch für weniger geübte Radfahrer machbar. Für die Rückfahrt bietet sich erneut der Zug an, der das gesamte Goms erschließt und Fahrräder problemlos mitnimmt.
Mountainbike-Trail rund um Fiescheralp
Für alle, die es kerniger mögen, ist die Fiescheralp der ideale Ausgangspunkt. Mit der Bahn von Fiesch hinauf befördert, erschließt sich hier ein Gebiet mit alpinen Wegen, Schotterpassagen und flowigen Abfahrten. Die Route führt durch Lärchenwald und über Hochweiden, immer mit spektakulären Ausblicken auf die umliegende Bergwelt.
Ein besonderes Highlight ist die Nähe zum Eggishorn, dessen Gipfel per Bahn erreichbar ist und den vielleicht besten Gletscherblick der ganzen Region bietet. Wer sein Bike unten lässt und die letzten Meter zu Fuß geht, blickt auf den gesamten Aletschgletscher und die umliegenden Viertausender.
Diese Tour richtet sich an geübte Mountainbiker mit alpiner Erfahrung, da die Wege teils technisch und ausgesetzt sein können. Wetterumschwünge sollten einkalkuliert werden, und eine gute Ausrüstung ist Pflicht. Als Belohnung winkt ein Bergerlebnis, das seinesgleichen sucht.
Häufige Fragen
Ist die Aletsch Arena für Anfänger zum Radfahren geeignet?
Ja, durchaus – allerdings kommt es darauf an, wo du fährst. Im Rhonetal, entlang des flachen Rhone-Radwegs, finden Anfänger und Familien ideale Bedingungen: gut ausgebaute, beschilderte Wege mit kaum Steigung und viel Landschaft.
Oben an den Sonnenhängen und in den Höhendörfern wird es dagegen deutlich anspruchsvoller, da die Anstiege lang und teils steil sind. Für Einsteiger empfiehlt sich hier ein E-Bike, das die Höhenmeter erträglich macht. Auch die Bergbahnen sind eine große Hilfe: Du kannst dich nach oben transportieren lassen und die einfacheren Höhenrunden genießen.
Kann ich mein Fahrrad in den Bergbahnen und Zügen mitnehmen?
Ja, das ist in der Region gut organisiert. Die Matterhorn-Gotthard-Bahn im Tal transportiert Fahrräder zuverlässig, was besonders praktisch ist, wenn du eine Talroute nur in eine Richtung fahren möchtest.
Auch die Seilbahnen hinauf zu den autofreien Dörfern Riederalp, Bettmeralp und Fiescheralp nehmen in der Regel Fahrräder mit, teils gegen einen kleinen Aufpreis. So kannst du bequem hinauffahren und die Abfahrt oder die Höhenrunden genießen. Es empfiehlt sich, die aktuellen Transportbedingungen und Zeiten vorab zu prüfen, da es je nach Saison und Auslastung Einschränkungen geben kann.
Eignet sich die Region zum Radfahren mit Kindern?
Absolut. Gerade der flache Rhone-Radweg im Tal ist wie geschaffen für Familienausflüge, da er kaum Steigungen hat und dank zahlreicher Bahnhöfe flexibel abgekürzt werden kann. Kinder erleben unterwegs Obstgärten, den Fluss und charmante Dörfer.
Oben auf der Sonnenterrasse punkten die autofreien Dörfer mit ihrer verkehrsberuhigten Umgebung. Die gemütliche Runde um den Bettmersee etwa lässt sich gut mit einer Badepause kombinieren, was bei Kindern immer gut ankommt. Wichtig ist, die Höhenlage und mögliche Wetterumschwünge zu berücksichtigen und entsprechend zu planen.
Kann ich mit dem Hund radfahren gehen?
Grundsätzlich ist das möglich, erfordert aber Rücksicht und Planung. Auf den flachen Talwegen lässt sich dein Hund gut neben dem Rad mitführen, sofern er das gewohnt ist und die Temperaturen nicht zu hoch sind – im sonnigen Wallis kann es im Sommer sehr warm werden.
In den Höhendörfern und auf Bergwegen solltest du besonders auf Weidevieh und Wanderer achten und den Hund an der Leine führen. Für den Transport in Bergbahnen und Zügen gelten meist besondere Regeln, etwa Leinen- oder Maulkorbpflicht. Plane genügend Pausen und Wasser für deinen Vierbeiner ein, denn die Höhe und Hitze fordern auch Hunde.
Wann ist die beste Zeit zum Radfahren in der Aletsch Arena?
Die Hauptsaison für das Radfahren reicht etwa von Ende Mai bis Oktober. Im Frühsommer blühen die Wiesen, und die Luft ist frisch, allerdings kann in höheren Lagen noch Restschnee liegen. Der Hochsommer bietet warmes, stabiles Wetter, das im Tal jedoch sehr heiß werden kann.
Besonders schön ist der Herbst, wenn die Lärchen sich golden färben und die Sicht auf den Gletscher oft glasklar ist. Da das Wallis zu den trockensten Regionen der Schweiz gehört, hast du überdurchschnittlich viele Sonnentage. Im Tal ist die Radsaison länger, in den Höhenlagen kürzer und stärker vom Wetter abhängig.
Brauche ich ein E-Bike oder reicht ein normales Rad?
Das hängt ganz von deinen Ambitionen ab. Für die flachen Talrouten entlang der Rhone reicht ein normales Rad problemlos aus, und du kannst die Landschaft entspannt genießen.
Sobald du jedoch in die Höhendörfer hinauf möchtest, macht ein E-Bike die teils steilen und langen Anstiege deutlich angenehmer. Viele Gäste schätzen die Motorunterstützung, weil sie größere Höhenunterschiede ermöglicht, ohne dass der Tag zur reinen Kraftanstrengung wird. In der Region gibt es zahlreiche Verleihstationen, sodass du auch ohne eigenes E-Bike anreisen kannst.
Gibt es Verleihstationen für Fahrräder und E-Bikes?
Ja, in den Talorten wie Fiesch und Mörel sowie in den Höhendörfern findest du Verleihmöglichkeiten für Mountainbikes, E-Bikes und teils auch Kinderräder. Das ist besonders praktisch, wenn du ohne eigenes Rad anreist oder unterschiedliche Radtypen ausprobieren möchtest.
Es empfiehlt sich, in der Hochsaison vorab zu reservieren, da beliebte Modelle schnell vergriffen sein können. Viele Verleiher bieten auch Helme, Zubehör und Beratung zu passenden Routen an, sodass du gut ausgestattet und informiert starten kannst.
Wie anspruchsvoll sind die Anstiege in die Höhendörfer?
Die Aufstiege zu Riederalp, Bettmeralp und Fiescheralp haben es in sich: Sie überwinden mehrere Hundert Höhenmeter auf teils steilen Bergstraßen. Für trainierte Rennradfahrer sind sie ein reizvolles Ziel, für weniger Geübte können sie fordernd sein.
Mit einem E-Bike werden diese Anstiege deutlich zugänglicher, bleiben aber ein sportliches Erlebnis. Wer die Höhenmeter nicht selbst treten möchte, nutzt die Bergbahnen für die Auffahrt und genießt oben die entspannteren Runden oder die Abfahrt. So lässt sich der Anspruch flexibel an die eigene Fitness anpassen.
Sind die Radwege gut beschildert?
Ja, die Schweiz verfügt über ein exzellent ausgebautes und beschildertes Veloroutennetz, und der Rhone-Radweg als Teil davon ist durchgehend markiert. Du erkennst die Routen an den typischen roten Wegweisern mit Nummern, was das Orientieren sehr einfach macht.
Auf den Bergwegen und Mountainbike-Trails ist die Beschilderung ebenfalls vorhanden, allerdings solltest du hier zusätzlich eine Karte oder eine Navigations-App nutzen, da alpines Gelände unübersichtlicher sein kann. Insgesamt ist das Verfahren in dieser Region jedoch kaum ein Problem.
Kann ich das Radfahren mit einer Gletscherwanderung kombinieren?
Das ist sogar eine der schönsten Möglichkeiten, die Region zu erleben. Du kannst mit dem Rad an eine Talstation fahren, das Bike sicher abstellen und per Bergbahn zu Aussichtspunkten wie Eggishorn, Bettmerhorn oder Moosfluh hinauffahren.
Von dort führen markierte Wanderwege entlang des Gletschers, die dir das UNESCO-Welterbe hautnah zeigen. Anschließend kehrst du zu deinem Rad zurück und rollst weiter. Diese Kombination aus Radfahren und Wandern macht einen Tag in der Aletsch Arena besonders abwechslungsreich und eindrucksvoll.
Wie komme ich am besten in die Aletsch Arena?
Die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist bestens organisiert. Über Brig, einen wichtigen Bahnknotenpunkt, erreichst du mit der Matterhorn-Gotthard-Bahn die Talorte Mörel, Betten und Fiesch, von wo aus die Seilbahnen in die autofreien Höhendörfer führen.
Wer mit dem Auto anreist, parkt in den Talorten und fährt von dort mit der Bahn hinauf, da die Höhendörfer selbst autofrei sind. Diese Kombination aus Bahn und Seilbahn macht die Region sehr gut erschlossen und nachhaltig erreichbar – ideal auch für eine Anreise mit dem eigenen Rad.
Gibt es unterwegs genügend Einkehr- und Versorgungsmöglichkeiten?
Ja, sowohl im Tal als auch in den Höhendörfern findest du zahlreiche Restaurants, Berggasthäuser und kleine Läden. Entlang des Rhone-Radwegs kommst du regelmäßig durch Dörfer, in denen du dich mit Walliser Spezialitäten stärken kannst.
In den autofreien Dörfern Riederalp, Bettmeralp und Fiescheralp gibt es eine gute Auswahl an Gastronomie, von rustikalen Hütten bis zu gemütlichen Cafés. Dennoch solltest du gerade auf längeren Bergtouren ausreichend Wasser und einen Snack mitnehmen, da nicht jeder Streckenabschnitt lückenlos versorgt ist.
Ist die Region auch für Rennradfahrer interessant?
Ja, definitiv. Die langen, kurvenreichen Anstiege in die Höhendörfer sind bei ambitionierten Rennradfahrern beliebt und bieten sportliche Herausforderungen mit großartigem Panorama. Auch das Goms mit seinen sanften Steigungen entlang der Rhone eignet sich hervorragend für schnelle Kilometer.
Das trockene, sonnige Walliser Klima sorgt für viele fahrbare Tage, und die gut ausgebauten Straßen im Tal machen das Rennradfahren zum Genuss. Wer die Herausforderung sucht, kombiniert die Talrouten mit einem knackigen Aufstieg – und wird oben mit einem Gletscherblick belohnt, der jede Anstrengung wert ist.